Politik in Bayern:Die AfD und das "Pfui-Etikett"

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Beim Europawahlkampf mit dem AfD-Spitzenkandidaten Maximilian Krah in Kaufbeuren gab es Gegenproteste linker und bürgerlicher Demonstranten an der Kirche St. Martin. (Foto: Johann Osel)

Die AfD muss kurz vor der Europawahl ihren Spitzenkandidaten Maximilian Krah und den bayerischen Frontmann Petr Bystron verstecken. Lässt sich die Anhängerschaft von den Affären beeindrucken? Ein Stimmungstest bei einer Kundgebung in Kaufbeuren und im bayerischen Landesverband der Partei.

Von Johann Osel, Kaufbeuren/München

Schirme, Schirme, überall Schirme. Es regnet ordentlich in Kaufbeuren, trotzdem stehen gut 200 Menschen am Kirchplatz - um ein Zeichen zu setzen gegen die AfD, die ums Eck eine Kundgebung mit ihrem Europa-Spitzenkandidaten Maximilian Krah abhält. Die "Omas gegen Rechts" sind hier und der Stadtjugendring, zwei Klosterschwestern in Ornat, Hauptredner ist Oberbürgermeister Stefan Bosse von der CSU. Wer "das Rad der Geschichte zurückdrehen" wolle, sagt er, diene als Partei nicht dem deutschen Volk und den Menschen, die hier leben. Bosse fordert dazu auf, "miteinander einzustehen für diese Demokratie, für dieses Grundgesetz". Gerade hier in Kaufbeuren, wo es ein Außenlager des KZ Dachau gab und Zwangsarbeiter eingesetzt waren.

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