Hochschulen in BayernBlume vermeldet Rekordzahl an Medizin-Studienplätzen

Das Plus in diesem Jahr geht laut Blume vor allem auf den voranschreitenden Aufbau der jüngsten medizinischen Fakultät in Augsburg zurück.
Das Plus in diesem Jahr geht laut Blume vor allem auf den voranschreitenden Aufbau der jüngsten medizinischen Fakultät in Augsburg zurück.
Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dp

Bayern möchte einem drohenden Ärztemangel vorbeugen – und will deshalb mehr Studienplätze schaffen. Der Wissenschaftsminister zieht eine Zwischenbilanz.

SZ bei Google bevorzugen

In Bayern studieren so viele Frauen und Männer Humanmedizin wie noch nie. Zum Wintersemester sowie zum nächsten Sommersemester können allein 2264 Studienanfänger ihr Studium neu beginnen, wie Wissenschaftsminister Markus Blume (CSU) nun mitteilte.

„Das sind mehr Erstsemester-Studierende in der Humanmedizin als je zuvor im Freistaat“, sagte Blume. „Wir bilden so viele Ärztinnen und Ärzte aus wie noch nie. Insgesamt haben wir über 20 000 Studentinnen und Studenten der Humanmedizin an unseren bayerischen Universitäten – auch das ist ein Rekordwert.“ Und im kommenden Ausbildungsjahr schaffe man noch einmal mehr Erstsemester-Studienplätze. „Denn Ausbildung ist der beste Wirkstoff gegen drohenden Medizinermangel“, betonte der Minister.

SZ Bayern auf Whatsapp
:Nachrichten aus der Bayern-Redaktion – jetzt auf Whatsapp abonnieren

Von Aschaffenburg bis Berchtesgaden: Das Bayern-Team der SZ ist im gesamten Freistaat für Sie unterwegs. Hier entlang, wenn Sie Geschichten, News und Hintergründe direkt aufs Handy bekommen möchten.

Der Zuwachs bei den Studienplätzen gehe deshalb noch weiter. „In Summe schaffen wir 2700 zusätzliche Studienplätze bis zum Wintersemester 2032/33. Das stemmen wir als Freistaat Bayern komplett aus eigener Kraft“, sagte er.

Das Plus in diesem Jahr geht laut Blume vor allem auf den voranschreitenden Aufbau der jüngsten medizinischen Fakultät in Augsburg zurück. Hier stünden zum neuen Ausbildungsjahr 289 Studienanfängerplätze zur Verfügung. Zudem verwies er auf die nächsten Jahrgänge am Medizincampus Oberfranken und am Medizincampus Niederbayern.

Bayern wirbt um US-Wissenschaftler
:Blume will „größeres Stück des internationalen Talent-Kuchens“

Universitäten im Freistaat sollen von den Folgen der Trump-Politik stärker profitieren, sagt Wissenschaftsminister Markus Blume nach einer USA-Reise. Er wirbt mit einem „internationalen Volltreffer“ der Staatsregierung.

Von Johann Osel

Damit habe man die Mediziner-Ausbildung auch in allen Regionen Bayerns verankert. „Unsere Prämisse: Wir müssen medizinische Ausbildung und Versorgung in der Fläche stabilisieren.“

„Ich würde mir wünschen, dass auch der Bund noch mehr Verantwortung für die medizinische Versorgung in der Zukunft übernimmt – und die Ausbildung bei seinen Reformen mitdenkt“, sagte Blume. Die Medizinstudienplätze finanzierten die Länder mit rund 275 000 Euro pro Studienplatz komplett aus eigener Kraft.

© SZ/DPA - Rechte am Artikel können Sie hier erwerben.
Zur SZ-Startseite

Gesundheit
:Wenn Private Equity die Arztpraxis kauft

Finanzinvestoren haben Hunderte Arztpraxen in den vergangenen Jahren in Bayern gekauft. Wie viele Praxen meiner Region gehören Private-Equity-Gesellschaften? Und wo werden selbst Hausarztpraxen zum Anlageobjekt? Neue Zahlen geben Antwort.

SZ PlusVon Christina Berndt, Nina von Hardenberg und Joscha F. Westerkamp

Lesen Sie mehr zum Thema

  • Medizin, Gesundheit & Soziales
  • Tech. Entwicklung & Konstruktion
  • Consulting & Beratung
  • Marketing, PR & Werbung
  • Fahrzeugbau & Zulieferer
  • IT/TK Softwareentwicklung
  • Tech. Management & Projektplanung
  • Vertrieb, Verkauf & Handel
  • Forschung & Entwicklung
Jetzt entdecken

Exklusive Gutscheine für SZ-Abonnenten: