Erneuerbare EnergienGroße Mehrheit stimmt für Windpark im Frankenwald

Nach dem positiven Bürgervotum kann im Frankenwald ein Windpark entstehen. Wie viele Windräder errichtete werden, ist noch offen.
Nach dem positiven Bürgervotum kann im Frankenwald ein Windpark entstehen. Wie viele Windräder errichtete werden, ist noch offen. Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Bei einer Befragung im oberfränkischen Pressig haben 72 Prozent der Bürgerinnen und Bürger den Bau von Windkraftanlagen bejaht. Energieminister Aiwanger spricht von einem wichtigen Signal für ganz Bayern.

Fast drei Viertel der Bürgerinnen und Bürger in Pressig im oberfränkischen Landkreis Kronach haben sich bei einer Befragung für den geplanten Windpark im Frankenwald ausgesprochen. Laut Mitteilung der Bayerischen Staatsforsten vom Freitag hat der Gemeinderat die Abstimmung nach mehreren Informationsveranstaltungen initiiert.

1423 Stimmen wurden abgegeben, wovon 1021 für den Windpark waren und 402 dagegen. „72 Prozent Zustimmung sind ein klarer Auftrag an Bürgermeister und Gemeinderäte, die nächsten Schritte auf dem Weg zu einer nachhaltigen und klimafreundlichen Energieerzeugung zügig weiterzuführen“, sagte Pressigs Bürgermeister Stefan Heinlein laut Mitteilung.

Bayerns Energieminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler), als Aufsichtsratsvorsitzender auch zuständig für die Staatsforsten-Tochter BaySF BayernWind, sprach von einem wichtigen Signal für ganz Bayern. Die frühe Einbindung und die transparente Information der Bevölkerung hätten sich laut Sebastian Wittmann, Geschäftsführer der BaySF BayernWind, bewährt. Nach dem Votum der Menschen vor Ort werde in den kommenden Monaten der Regionalplan aufgestellt und damit die rechtliche Basis für den Bau der Windräder geschaffen.

Dazu zählen auch die Prüfung naturschutzfachlicher Themen und baurechtlicher Fragen. In vier bis fünf Jahren könnte dann der erste grüne Strom im Markt Pressig erzeugt werden. Wie viele Windräder tatsächlich entstehen, sei aber noch offen.

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