Bayerische Kommunen Wie die Städte gegen Bettler vorgehen

In anderen europäischen Stätten gehören sie zum Straßenbild: Bettler. Im Freistaat gehen die Behörden rigoros gegen sie vor - ein Überblick.

Bayerische Kommunen – Bamberg

Der vollbärtige Mann mit den Büchern und dem kleinen Gaskocher gehört zum Stadtbild. Bettler will man ihn nicht nennen, er sitzt halt da, nie aufdringlich, und wer mag, der gibt ihm was. In Bamberg ist das "Betteln in jeder Form" seit 2001 zwar verboten, aber es wird geduldet. 2010 habe die Polizei 22-mal Bettler aufgegriffen - aber das lässt man inzwischen, teilt die Stadt mit.

Und so sitzen auch jene Osteuropäer auf der Straße, die mutmaßlich alle zusammengehören und abends den alten Mann im Rollstuhl abholen, der morgens an prominenter Stelle abgestellt wird. Angequatscht werden Passanten aber von anderen: Von aufdringlich gut gelaunten Spendensammlern, die ganz legal für Tiere oder Kinder sammeln. Die seien die größere Belästigung, heißt es im Rathaus. Aber da gebe es keine rechtliche Handhabe. Katja Auer 

Bild: dapd 7. November 2011, 17:152011-11-07 17:15:34 © SZ vom 8.11.2011/bica