Früher bereitete man jenem ein Nachtgericht, der gegen die ländliche Moral verstieß. Im Hinblick auf Milchquote und Pflicht zur Impfung gegen die Blauzungenkrankheit fanden die Organisatoren von der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) diesen Brauch anscheinend ganz passend auf ihre aktuelle Situation: "Wo Aufrichtigkeit und Wahrheit hinkt, wo Lug und Trug zum Himmel stinkt, und wo's der Brauch ist, dass man Worte bricht, do kommt das Haberfeldgericht", skandierte der "Haberermeister" Georg Prechtl von der AbL. "Is des wohr?" fragte er die Bauern: Die johlten: "Wohr is!".

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4. Juni 2009, 00:172009-06-04 00:17:00 ©