Warnstreiks im Nahverkehr werden ausgeweitetZweitägiger Ausstand in Bamberg geplant

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Die Warnstreiks im Nahverkehr in Bayern gehen diese Woche weiter - in den Faschingsferien, um die Schüler zu schonen.
Die Warnstreiks im Nahverkehr in Bayern gehen diese Woche weiter - in den Faschingsferien, um die Schüler zu schonen. Peter Kneffel/Peter Kneffel/dpa

Zudem gilt es als wahrscheinlich, dass es zu weiteren Aktionen in anderen Städten kommt. In diesem Fall will Verdi rechtzeitig informieren.

Die Warnstreiks im bayerischen Nahverkehr gehen auch in den Faschingsferien weiter. In Bamberg hat die Gewerkschaft Verdi die Beschäftigten für Dienstag und Mittwoch aufgerufen, die Arbeit niederzulegen. Zudem gilt es als wahrscheinlich, dass es zu weiteren Aktionen in anderen Städten kommt. In diesem Fall will Verdi rechtzeitig informieren.

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In Bamberg kündigten die Stadtwerke einen Notfahrplan der Linien 935 bis 938 an, die von 6 bis 20 Uhr jeweils im Stundentakt vom ZOB starten sollen. Am Faschingsdienstag fällt aber auch dieser Notfahrplan zwischen 13 und 16 Uhr aus, weil Straßen für den Faschingsumzug gesperrt sind.

Den Warnstreik in den Ferien begründete Verdi mit Rücksicht auf die Fahrgäste. Insbesondere sei der Schülerverkehr dadurch nicht betroffen. Ende vergangener Woche war die zweite Runde der Tarifverhandlungen für den bayerischen Nahverkehr ohne Ergebnis zu Ende gegangen. Damals hieß es: „Die Warnstreiks müssen bis zum nächsten Verhandlungstermin am 9. März ausgeweitet werden.“ Dies gelte ausdrücklich auch für die Gebiete außerhalb der Ballungsräume. Seit Anfang Februar hatte die Gewerkschaft bereits in mehreren Städten zu Warnstreiks aufgerufen.

Die Arbeitgeber bezeichnen die Forderung von Verdi als „nicht erfüllbar“.

Verdi spricht von „Stillstand“ bei den Verhandlungen. Der Kommunale Arbeitgeberverband Bayern betonte hingegen, dass er weiter mit der Gewerkschaft an einer Lösung arbeiten wolle.
Die Arbeitgeber bieten Entgeltsteigerungen von insgesamt 5 Prozent in zwei Schritten bei einem Mindestbetrag von 110 Euro. Die Gewerkschaft fordert hingegen rund 670 Euro mehr Geld sowie eine Reduzierung der wöchentlichen Arbeitszeit. Die Arbeitgeber bezeichnen diese Forderung als „nicht erfüllbar“. In der aktuellen finanziellen Lage der Kommunen würden derartige Steigerungen bei den Personalkosten „zu höheren Fahrpreisen und einer Reduzierung des Verkehrsangebots“ führen.

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