Arbeiten an Gleisen und SignalenBahn sperrt zum bayerischen Ferienbeginn wichtige Strecken in den Süden

Lesezeit: 2 Min.

Auch für die Züge der Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) wird im Inntal zwischen Rosenheim und Kufstein bald kein Durchkommen mehr sein.
Auch für die Züge der Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) wird im Inntal zwischen Rosenheim und Kufstein bald kein Durchkommen mehr sein. Matthias Balk/dpa

Von 1. bis 11. August fahren wegen Bauarbeiten zwischen Rosenheim und Salzburg keine Züge, von 11. bis 18. August sind dann die Gleise durchs Inntal nach Innsbruck und zum Brenner gesperrt. Reisende Richtung Österreich und Italien müssen sich andere Verkehrsmittel suchen.

Von Matthias Köpf, Rosenheim

Pünktlich zu Beginn der bayerischen Sommerferien am 1. August sperrt die Deutsche Bahn wichtige Strecken in den Süden. Laut einer Mitteilung der DB vom Dienstag wird es zwischen Rosenheim und der österreichischen Grenze bei Freilassing mehrere Baustellen geben. Die Gleise dort werden deswegen von 1. bis 11. August komplett gesperrt. Die Fernzüge von München bis Salzburg und diejenigen weiter Richtung Adria bis Klagenfurt entfallen in dem Abschnitt, Züge nach Wien werden via Passau umgeleitet und brauchen deswegen deutlich länger.

Von 11. bis 18. August sperrt die Bahn dann ebenfalls wegen Bauarbeiten die Strecke von Rosenheim durchs Inntal nach Kufstein und streicht damit die Fernverbindungen über Innsbruck und den Brenner nach Italien.

SZ Bayern auf Whatsapp
:Nachrichten aus der Bayern-Redaktion – jetzt auf Whatsapp abonnieren

Von Aschaffenburg bis Berchtesgaden: Das Bayern-Team der SZ ist im gesamten Freistaat für Sie unterwegs. Hier entlang, wenn Sie Geschichten, News und Hintergründe direkt aufs Handy bekommen möchten.

Die zuständige Konzern-Tochter DB InfraGO bündle an jenen Tagen wichtige Baumaßnahmen, um die Auswirkungen auf die Fahrgäste so gering wie möglich zu halten, heißt es dazu von der Bahn. Dass größere Arbeiten just in den Ferien stattfinden, gehört bei dem Unternehmen zum Standard. Denn trotz Ferienverkehrs sind dann in aller Regel weniger Reisende unterwegs als außerhalb der Ferienzeit.

Den von der Sperrung ebenfalls betroffenen Regionalverkehr zwischen München, Holzkirchen, Rosenheim, Salzburg und Kufstein betreibt seit Ende 2013 der private DB-Konkurrent Transdev, seit 2020 unter dem Markennamen Bayerische Regiobahn (BRB). Gerade hat die BRB vom Freistaat den Zuschlag für den weiteren Betrieb dieses sogenannten Rosenheimer Kreuzes bis Ende 2043 erhalten. Während der bevorstehenden Sperrungen in diesem August wird die BRB abschnittsweise Schienenersatzverkehre mit Bussen einrichten. Von 2027 an soll die Strecke München-Rosenheim-Salzburg dann generalsaniert und dazu über mehrere Monate hinweg komplett gesperrt werden.

Vorerst erneuert die Bahn nach eigenen Angaben dort unter anderem bei Prien am Chiemsee die Oberleitung, tauscht zwischen Rosenheim und Salzburg rund 3800 Schwellen aus und verlegt auf acht Kilometern neue Gleise. Damit baut die DB auch für das kommende Jahr vor, wenn während der anstehenden Generalsanierung der Strecke Nürnberg-Regensburg-Passau zahlreiche Züge über München, Rosenheim und Salzburg umgeleitet werden sollen.

Die angekündigten Arbeiten im Inntal gelten demnach der Leit- und Sicherungstechnik. So sollen neue Signale den Betrieb flexibler und schneller machen und damit kurzfristig die Kapazität der Inntalstrecke erhöhen. Wie viel Zugverkehr diese Strecke auf lange Sicht aufnehmen kann, ist ein wichtiger Punkt im Streit über die geplanten neuen Zulaufgleise zum längst im Bau befindlichen Brennerbasistunnel.

Stark betroffen von den bevorstehenden Bauarbeiten in Bayern sind auch die Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) mit ihren Verbindungen von Wien über Salzburg und das sogenannte Deutsche Eck weiter nach Innsbruck, Bregenz und Zürich. Die ÖBB haben über die Arbeiten und Sperrungen schon am 16. Juli und damit fast eine Woche vor der Deutschen Bahn informiert. Diese sperrt unmittelbar nach dem angekündigten Ende der Arbeiten zwischen Rosenheim und Freilassing ab dem 11. August auch die Alternativstrecke von München nach Salzburg über Mühldorf für fünf Wochen komplett.

© SZ - Rechte am Artikel können Sie hier erwerben.
Zur SZ-Startseite

E-Mobilität
:E-Autos parken gratis – und die Kommunen grummeln und tricksen

Bayerns Kommunen verlieren durch eine neue Regelung des Freistaats Einnahmen. Eine kleine Gemeinde hat nun ihren Parkplatz umdeklariert.

SZ PlusVon Matthias Köpf

Lesen Sie mehr zum Thema

  • Medizin, Gesundheit & Soziales
  • Tech. Entwicklung & Konstruktion
  • Consulting & Beratung
  • Marketing, PR & Werbung
  • Fahrzeugbau & Zulieferer
  • IT/TK Softwareentwicklung
  • Tech. Management & Projektplanung
  • Vertrieb, Verkauf & Handel
  • Forschung & Entwicklung
Jetzt entdecken

Exklusive Gutscheine für SZ-Abonnenten: