Verdacht auf BrandstiftungStarke Einschränkungen auf ICE-Strecke von München nach Berlin

Eine ICE-Fahrt von München nach Berlin und umgekehrt dauert diese Woche etwas länger.
Eine ICE-Fahrt von München nach Berlin und umgekehrt dauert diese Woche etwas länger. Sven Hoppe

Wegen mutmaßlicher Brandstiftung ist die Bahnstrecke zwischen Forchheim und Bamberg gesperrt. Das wirkt sich massiv auf den regionalen Verkehr, aber auch auf die deutschlandweiten Verbindungen aus.

Auf der viel befahrenen ICE-Strecke zwischen München und Berlin kommt es voraussichtlich bis Donnerstag zu massiven Einschränkungen. Der Zugverkehr zwischen Forchheim und Bamberg fällt komplett aus, es ist ein Ersatzverkehr mit Bussen eingerichtet, wie die Bahn mitteilte.

Der Grund ist ein Brand in einer Fußgängerunterführung im oberfränkischen Hirschaid. In der Nacht zum Freitag habe ein Zeuge gegen drei Uhr ein Feuer gemeldet, wie das Polizeipräsidium Oberfranken mitteilte. Holzlatten und Paletten seien in Brand geraten. Die Feuerwehr löschte den Brand, doch es sei ein Schaden von etwa 25 000 Euro entstanden. Die Kriminalpolizei ermittelt wegen des Verdachts auf Brandstiftung und sucht nach verdächtigen Personen.

Über der Unterführung liegt die Bahnstrecke und nun muss die Tragfähigkeit des Bauwerks untersucht werden. Deswegen soll die Strecke voraussichtlich bis Donnerstag gesperrt bleiben. Die ICE-Halte in Erlangen und Bamberg entfallen nach Angaben der Bahn, die Züge werden über Würzburg umgeleitet. Die Fahrten dauern dadurch erheblich länger.

Für die Fahrgäste im Regionalverkehr ist es noch mühseliger, da zwischen Forchheim und Bamberg keine Züge verkehren. Die S-Bahn-Linien aus Nürnberg enden vorzeitig in Forchheim. Es verkehren Ersatzbusse zwischen Forchheim und Bamberg, ohne Halt an den kleineren Regionalbahnhöfen. Für diese Zwischenhalte werden Großraumtaxis eingesetzt, wie die Bahn mitteilte.

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