Bahnverkehr:Ermittlungen nach Bahn-Chaos zwischen München und Augsburg

Bahnverkehr: Bahnfahrer zwischen München und Augsburg mussten zu Wochenbeginn viel Geduld aufbringen.

Bahnfahrer zwischen München und Augsburg mussten zu Wochenbeginn viel Geduld aufbringen.

(Foto: Peter Kneffel/dpa)

Seit Montagmorgen kommt es auf der Strecke zu Verspätungen und Ausfällen. Die Polizei geht nun Hinweisen auf Brandstiftung an einem Kabelschacht nach.

Nach massiven Störungen und Zugausfällen im Bahnverkehr zwischen München und Augsburg ermittelt nun die Kriminalpolizei. Die am Montagmorgen aufgetretene Störung ist auf eine Beschädigung an einem Kabelschacht nahe Mering (Landkreis Aichach-Friedberg) zurückzuführen. Dadurch seien Signal- und Versorgungsleitungen sowie die Kommunikationstechnik beeinträchtigt, teilte das zuständige Polizeipräsidium Schwaben Nord am Dienstag mit. Es gebe Anhaltspunkte dafür, dass an dem Kabelschacht ein Brand gelegt worden sei. Nähere Details hierzu nannte die Polizei nicht.

Am Montag hatte die Bayerische Regiobahn, die auf dem Streckennetz Regionalzüge betreibt, in einer Mitteilung von einem "Vandalismusschaden in Form eines Brandanschlages" gesprochen und sich dabei auf Informationen der für die Strecke zuständigen DB Netz AG berufen. Züge mussten zum Beispiel über Ingolstadt umgeleitet werden oder fielen teilweise ganz aus.

Während am Montag noch der Verkehr auf den vier Gleisen des Nah- und Fernverkehrs gestört war, waren am Dienstag laut Deutscher Bahn die zwei Gleise des Nahverkehrs wieder befahrbar. "Zwischen Augsburg und München kann damit wieder der Großteil der Nah- und Fernverkehrszüge rollen", teilte eine Sprecherin mit. Es könne jedoch weiterhin zu Zugausfällen und Umleitungen kommen. Die zwei Fernverkehrsgleise sollten ab Mittwochmorgen wieder befahrbar sein. Insgesamt hätten 15 Kabel mit mehr als 500 Adern ausgetauscht werden müssen.

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