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Ausflugstipps:Die perfekte Lage

Karte Kreuz und Quer durch Bayern

Übersichtskarte Ebersberger Forst. Bild: SZ-Grafik

Vor den Toren der Landeshauptstadt befindet sich der Ebersberger Forst, eines der größten zusammenhängenden Waldgebiete in Deutschland

Überall wird gebaut, die Zinsen sind niedrig, die Quadratmeterpreise in München hoch, also raus ins Umland, etwa nach Zorneding. Wer aber glaubt, hier gibt es kein grünes Fleckchen mehr, der irrt. Der Ebersberger Forst, an dessen Südwestseite sich Zorneding schmiegt, ist eines der größten zusammenhängenden Waldgebiete in Deutschland, das von keiner Siedlung unterbrochen ist. Nichts als Bäume, Waldweg, Moos und ab und zu ein Forsthaus zum Verweilen, wo es auch was zum Essen gibt. Dann weiter, etwa auf dem Natur-Erlebnispfad und im Museum Wald und Umwelt. Dort lernt man gleich, was da eigentlich alles so rumsteht im Wald.

Wer viel lieber auf Bäumen rumturnt, auf Kinder trifft das oft zu, der kann auch einen Abstecher zum Wald-Spielplatz im Zornedinger Ortsteil Pöring machen. Gleich in der Nähe gibt es das Burg Café. Die Speisekarte ist übersichtlich, der Biergarten auch, aber dafür ist der urig und nichts auf der Karte, was die Wirtin nicht selbst frisch zubereitet hat. So erzählen das zumindest ihre Gäste. Prominente werden hier allerdings eher weniger gesichtet. Dafür muss man schon ins Ayinger Bräustüberl fahren. Da trifft man ab und an mal ein paar Jungs vom FC Bayern, so heißt es. Wer eher auf Österreicher steht, dem sei das Gasthaus zum Altschütz in Vaterstetten zu empfehlen. Dort gibt's zumindest österreichisches Essen.

Ein gutes Schnitzel im Bauch ist auch nicht verkehrt, denn das nächste Ziel liegt ein wenig weiter, in Wasserburg am Inn. Das ist nicht nur am, sondern auch im Inn und schon aufgrund seiner Insellage sehenswert. Dazu kommt noch, dass sich auf der Insel eine vollständig erhaltene mittelalterliche Altstadt befindet. Deren Häuserfassaden sind vorbildlich für Postkarten geeignet und fast schon zu leuchtend renoviert. Aber schön sind sie schon, die mittelalterlichen Gemäuer. Etwa das alte Mauthaus, das noch daran erinnert, wie aus einer Insellage wunderbar Profit geschlagen werden kann. Es gab allein die Innbrücke als Zugang und so war es nur geschickt, genau an diesem Nadelöhr die Zölle zu verlangen. Mit Kohle, und zwar der braunen, beschäftigten sich die Wasserburger auch mal kurz um die Jahrhundertwende. Der Wasserburger Kohleabbau war dann aber nur von geringer Mächtigkeit und daher auch von ebensolcher Dauer.

Schöner anzusehen als der daran erinnernde Bergbaustollen ist der Aussichtspunkt, der den sinnigen Namen "Schöne Aussicht" trägt. Man erreicht ihn über einen Spazierweg, das dauert etwa 15 Minuten lang, der am Südufer der Innbrücke hinter dem Gebäude des früheren Bruck-Bräus beginnt. Von hier aus kann man einen umfangreichen Rundblick über die gesamte Altstadt Wasserburgs, wie sie da so gemütlich in der Flussschleife hängt, genießen.