Es ist einer dieser Momente, die mit einer solchen Wucht daherkommen, dass sie alles um einen herum verblassen und verstummen lassen. Jeffrey Englander und Leanne Zimmermann stehen mit ihren Familien vor einem unscheinbaren Haus in der Augsburger Fußgängerzone. Sie umarmen sich, beide haben Tränen in den Augen. Um sie herum flanieren die Menschen an diesem Dienstagmittag, trinken Kaffee, kaufen ein.
Jüdisches Museum AugsburgAls Hans Ludwig vor den Nazis geflüchtet – als legendärer Ritchie Boy zurückgekehrt
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Viele Jüdinnen und Juden nannten Augsburg ihr Zuhause, bis die Nazis sie vertrieben oder ermordeten. 70 ihrer Nachfahrinnen und Nachfahren sind nun in der Stadt zusammengekommen. Das führt zu Tränen – und zu einigen Überraschungen.
Von Patrick Wehner, Augsburg
