Evakuierung Bombendrohung gegen Augsburger Rathaus: "Kein gefährlicher Gegenstand gefunden"

Eine Androhung von Straftaten löst einen Großeinsatz der Polizei aus, das Rathaus und mehrere Verwaltungsgebäude werden evakuiert. Auch in anderen Städten gingen Drohmails ein.

In Augsburg hat es am Dienstagmorgen nach einer Gewaltandrohung einen Großeinsatz der Polizei gegeben. Das Rathaus wurde evakuiert, Verwaltungsgebäude und Bürgerbüros der Stadt wurden durchsucht und Straßenbahnlinien gestoppt. Nach rund zwei Stunden gab die Polizei Entwarnung. Es sei kein gefährlicher Gegenstand im Rathaus gefunden worden, erklärte David Christ, Pressesprecher des Polizeipräsidiums Schwaben Nord.

Insgesamt waren etwa 500 Personen von den Evakuierungen betroffen, die Bürgerbüros öffnen erst am Mittwoch wieder. Oberbürgermeister Kurt Gribl (CSU) zeigte sich erleichtert: "Insgesamt war das aber schon eine Herausforderung", sagte der 54-Jährige der Deutschen Presse-Agentur.

Siegfried Hartmann, Pressesprecher des Polizeipräsidiums Schwaben Nord, bestätigte, dass per Mail eine Bombendrohung gegen das Rathaus eingegangen ist. Der Absender sei unbekannt. Das Motiv hinter der Drohung war zunächst nicht bekannt. Die Email werde jetzt von Spezialisten und Psychologen analysiert.

Es besteht laut Polizeiangaben ein Zusammenhang zu den bundesweiten Drohungen, die nach ersten Erkenntnissen gegen Rathäuser in Göttingen, Kaiserslautern, Chemnitz, Neunkirchen im Saarland und Rendsburg in Schleswig-Holstein eingingen.