Opernpremiere in Augsburg:Totentanz im Stroboskop-Gewitter

Opernpremiere in Augsburg: Jihyun Cecilia Lee (vorne) steigert sich als Tatjana im Verlauf des Abends immer mehr und ihre Stimme gewinnt stetig an Intensität.

Jihyun Cecilia Lee (vorne) steigert sich als Tatjana im Verlauf des Abends immer mehr und ihre Stimme gewinnt stetig an Intensität.

(Foto: Jan-Pieter Fuhr)

Roland Schwab inszeniert Tschaikowskys "Eugen Onegin" im Martini-Park. Die Augsburger Philharmoniker musizieren enorm facettenreich.

Von Klaus Kalchschmid, Augsburg

Am Ende steht der von Onegin lange zuvor im Duell getötete Lenski wieder auf: Mit großem Blutfleck über dem Herzen auf weißem Hemd geht er langsam von hinten auf den einstigen Freund zu und umklammert ihn fest. Gleichzeitig schreit der seine Verzweiflung heraus, dass Tatjana, die er einst gönnerhaft abwies, nun nach leidenschaftlicher Offenbarung wechselseitiger Liebe ihn ihrerseits stehen lässt. Denn sie ist nun Fürstin Gremina und sitzt beim Ball in ihrem Hause im selben blauen Sessel, in dem einst Onegin beim Nachbarschaftsbesuch Platz nahm.

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