bedeckt München
vgwortpixel

Fall Schottdorf:Freispruch für Augsburger Laborarzt

Haben Bernd Schottdorf und seine Exfrau bei Laboruntersuchungen für Kassenpatienten mehr als 12,8 Millionen Euro zu viel abgerechnet? Vor Gericht konnte nichts bewiesen werden.

Der Augsburger Laborarzt Bernd Schottdorf und seine Ex-Ehefrau sind vom Vorwurf des millionenschweren Abrechnungsbetrugs freigesprochen worden. Das Augsburger Landgericht folgte in seinem Urteil den Anträgen der Verteidiger des 75-jährigen Mediziners und der Anwälte der 61-jährigen Gabriele Schottdorf, die als Geschäftsführerin eines Labor-Dienstleistungsunternehmens mitangeklagt war.

Warum die Schottdorfs vor Gericht standen

Die Staatsanwaltschaft hatte für die beiden Angeklagten jeweils viereinhalb Jahre Gefängnis verlangt. Den Schottdorfs wurde vorgeworfen, ein bundesweites Netz mit scheinselbständigen Labors betrieben haben, um gesetzlich vorgeschriebene Rabatte für Großlabors zu umgehen.

Prozess Generalstaatsanwalt räumt Ungereimtheiten ein
Schottdorf-Ausschuss

Generalstaatsanwalt räumt Ungereimtheiten ein

Im Kreuzverhör sagt Manfred Nötzel, bei den Ermittlungen gegen betrügerische Ärzte sei nicht alles optimal gelaufen - erklären kann er sich das aber nicht.   Von Stefan Mayr

Die Staatsanwaltschaft war der Ansicht, dass die damaligen Eheleute zwischen 2004 uns 2007 bei Laboruntersuchungen für Kassenpatienten mehr als 12,8 Millionen Euro zu viel abgerechnet haben.

Warum es zum Freispruch kam

Letztlich konnten in dem mehr als vier Monate dauernden Prozess die Vorwürfe nicht bewiesen werden. Bernd Schottdorf war im Jahr 2000 in einem ähnlichen Prozess schon einmal freigesprochen worden.

© dpa/mmo/rus
Fall Schottdorf Ministerin Merk in Erklärungsnot
Fall Schottdorf

Ministerin Merk in Erklärungsnot

Zwei hochrangige Beamte sagen im Untersuchungsausschuss "Labor" aus. Wenn es stimmt, was sie berichten, dann hat Ex-Justizministerin Merk gleich mehrmals falsche Angaben gemacht.   Von Stefan Mayr

Zur SZ-Startseite