Olympia-BeteiligungKanu-Wettkämpfe wie 1972, trotz Klimawandels? Augsburg fragt die Bürger

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Die Augsburger Wildwasseranlage wurde für die Olympischen Spiele 1972 gebaut.
Die Augsburger Wildwasseranlage wurde für die Olympischen Spiele 1972 gebaut. (Foto: Christian Kolbert/dpa)

München sagt Ja zu Olympischen Spielen, aber wie sieht es in Augsburg aus? Die Stadt bittet die Bürgerinnen und Bürger um ein Stimmungsbild per Internet-Umfrage.

Nach der Bürgerbefragung in München zu einer Olympia-Bewerbung, die eine hohe Zustimmung ergeben hat, hat auch die Stadt Augsburg eine Befragung der Bürger gestartet. Im Unterschied zu München wird es in Augsburg allerdings keine Abstimmung an der Urne geben. Die Augsburger können in den kommenden Wochen online unter https://machmit.augsburg.de/olympia ihre Meinung abgeben.

Augsburg ist mit zwei Sportstätten an dem Münchner Bewerbungskonzept für die Sommerspiele und Paralympische Spiele im Jahr 2036, 2040 oder 2044 beteiligt. In erster Linie soll die Kanustrecke am sogenannten Eiskanal in Augsburg wie bereits bei den Olympischen Spielen von 1972 Wettkampfort sein. Zudem ist die WWK-Arena, das Stadion des Fußball-Bundesligisten FC Augsburg, Teil des Konzeptes.

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Am Sonntag hatten rund zwei Drittel der teilnehmenden Wähler in München für eine Olympia-Bewerbung gestimmt. Die Stadt Augsburg wolle nun von den Bürgerinnen und Bürgern wissen, wie Augsburg die Beteiligung an den Olympischen und Paralympischen Spielen gestalten kann, teilte die Kommune mit.Bis 14. Dezember können die Augsburger sich im Internet beteiligen. Danach will die Verwaltung die Antworten auswerten. Die Anregungen aus der Bürgerbefragung würden dann bei der weiteren Planung berücksichtigt.

Die Augsburger Wildwasserstrecke wurde nach 1972 regelmäßig für internationale Wettkämpfe genutzt. Probleme bereitet den Kanusportlern allerdings inzwischen regelmäßig, dass infolge des Klimawandels mitunter zu wenig Wasser im Lech – der den Kanukanal speist – fließt.

Bei der Kanuslalom-WM 2022 mussten beispielsweise Notmaßnahmen ergriffen werden, um genug Wasser in die Strecke zu bekommen. Die Stadt Augsburg arbeitet daran, das Niedrigwasser-Problem im Eiskanal dauerhaft zu lösen.Der Deutsche Olympische Sportbund will im kommenden Jahr entscheiden, ob er sich mit Berlin, Hamburg, der Region Rhein-Ruhr oder München beim Internationalen Olympischen Komitee um die Spiele bewirbt.

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