Gericht bestätigt UrteilIn Deutschland geboren, nach Nordmazedonien abgeschoben

Der Mann hat sich an Schockanrufen bei Senioren beteiligt - und dafür jeweils 1500 Euro kassiert. (Symbolbild)
Der Mann hat sich an Schockanrufen bei Senioren beteiligt - und dafür jeweils 1500 Euro kassiert. (Symbolbild)
Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa

Ein Mann schließt sich einer Schockanrufer-Bande an. Dafür soll er abgeschoben werden. Das Verwaltungsgericht Augsburg bestätigt dieses Urteil nun.

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Ein wegen Betrugsstraftaten zu mehreren Jahren Haft verurteilter Mann hat erfolglos gegen seine Abschiebung geklagt. Das Verwaltungsgericht in Augsburg entschied, dass der Mann nach Nordmazedonien abgeschoben werden kann, obwohl er in Deutschland geboren und aufgewachsen ist. Nach Angaben der Ausländerbehörde ist sein Herkunftsstaat Nordmazedonien.

Der Kläger hatte sich 2019 einer ausländischen Bande angeschlossen, die Senioren mit Schockanrufen betrügt. Die Anrufer geben sich dabei als Polizisten aus und erreichen mit einer erfundenen Geschichte, dass die verängstigten Senioren einem Boten ihr Bargeld und Wertgegenständen aushändigen. Die Bande hatte binnen weniger Wochen zwölf alte Menschen so um nahezu eine Million Euro geprellt.

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Der Kläger des Verwaltungsgerichtsverfahrens hatte dabei als Bote agiert, die Beute ins Ausland geschafft und pro Betrugsfall 1500 Euro kassiert. Wegen bandenmäßigen Betrugs sitzt er nun eine Haftstrafe von sechs Jahren und neun Monaten ab.

Die Ausländerbehörde ordnete wegen der Verurteilung die Abschiebung des Mannes an. „Das Verwaltungsgericht bestätigte die Entscheidung mit Blick auf die Schwere der Straftaten, den hohen Schaden, die Tatbegehung unter Ausnutzung der Angst von Senioren und wegen deren Erschütterung des Vertrauens in die Polizei“, sagte ein Gerichtssprecher. Auch zur Abschreckung von Nachahmungstätern sei die Ausweisung geboten.

Das Urteil (Az.: Au 6 K 26.500) ist bisher nicht rechtskräftig. Der Kläger kann einen Antrag auf Zulassung der Berufung zum Bayerischen Verwaltungsgerichtshof in München stellen.

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