Der Freistaat unterstützt die Stadt Augsburg bei drei zentralen Großprojekten. Das hat Ministerpräsident Markus Söder (CSU) im Nachgang der Ministerratssitzung in Augsburg zugesagt. Wie die Stadt mitteilt, wird sich der Freistaat mit 50 Prozent an den Investitionskosten für ein neues römisches Museum in Augsburg beteiligen. Sechs Millionen Euro sollen für den Zusammenschluss des Augsburger Verkehrs- und Tarifverbunds mit dem Münchner Verkehrs- und Tarifverbund fließen. Der Freistaat werde sich zudem „großzügig“ daran beteiligen, den Eiskanal zu modernisieren, der bei einem Zuschlag für Olympische Spiele Austragungsort für Kanu-Wettbewerbe sein soll.
Im Jahr 2029 soll die Archäologische Landesausstellung unter anderem in Augsburg stattfinden. Es war deshalb abzusehen, dass der Freistaat auch dem lokalen Dauerthema eines neuen römischen Museums Impulse verleihen wird. Augsburg hat deutschlandweit herausragende Funde aus der Römerzeit, die derzeit an einem Interimsstandort nur unzureichend präsentiert werden können. Die Stadt und ihr Kulturreferent müssten sich nun messen lassen, fordert SPD-Landtagsabgeordnete Anna Rasehorn: „Jürgen Enninger ist jetzt in der Pflicht: Machbarkeitsstudie vorlegen, Römermuseum festziehen, und loslegen.“

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Enninger betonte, dass die finanzielle Unterstützung des Freistaats die Bedeutung von Sport und Kultur für Augsburg unterstreiche. Den traditionsreichen Eiskanal, der bereits 1972 Austragungsort der Olympischen Spiele in München war, muss die Stadt klimawandeltauglich machen. Wiederholt hat die Strecke in jüngster Vergangenheit zu wenig Wasser geführt, insofern brauche es aufwendige technische Lösungen, um Wasser aus dem Lech bedarfsgerecht abzuleiten und in den Eiskanal zu pumpen. Wie viel Geld Augsburg hierfür vom Freistaat erwarten darf, steht noch nicht fest.
Die zugesagte Unterstützung des Freistaats bei zentralen Projekten, vom Römermuseum über die Mobilitätswende bis hin zum Eiskanal zeige, dass Augsburg als dynamischer, zukunftsorientierter Standort in Bayern wahrgenommen wird, sagte Oberbürgermeisterin Eva Weber. Die Diskussion über einen Zusammenschluss mit dem Münchner Verkehrsverbund steht kurz vor einer finalen Entscheidung.

