Gleichberechtigung:Oben-ohne-Demo in Augsburg - Nackte Brüste für Frauenrechte

'Oben Ohne'-Demo

Frauen demonstrieren mit nacktem Oberkörper in Augsburg - konkret kritisiert wird, dass weibliche Brüste unter den Paragraf §183a des Strafgesetzbuches als "Erregung öffentlichen Ärgernisses" fallen.

(Foto: dpa)

Männer dürfen mit nacktem Oberkörper rumlaufen, aber Frauen nicht? Laut Paragraf 183a des Strafgesetzbuches ist das so - ein Ungleichheit, gegen die einige auf die Straße gehen.

Statt auf Plakaten steht die Botschaft auf nackten Brüsten: "Patriarchat abnippeln". Oben ohne haben am Freitag in Augsburg mehrere Menschen für die Entsexualisierung von weiblichen Brüsten demonstriert. Mit dem Protest soll sichtbar Kritik "an der gesellschaftlichen und gesetzlichen Ungleichheit verschiedener Körper" zum Ausdruck gebracht werden, wie die Veranstalterinnen sagten.

Sie kritisieren, dass der Paragraf §183a des Strafgesetzbuches ("Erregung öffentlichen Ärgernisses") die Nacktheit des weiblichen Oberkörpers unter Strafe stelle. Der Grund sei, dass "weibliche Nippel im Gegensatz zu männlichen Nippeln als Geschlechtsmerkmal gelten". Nach Polizeiangaben nahmen etwa 100 Menschen an der Demonstration teil, rund 30 Frauen waren oben ohne.

Mit einem bunten Oben-ohne-Radkorso hatten Dutzende Frauen bereits im Juli in der Berliner Innenstadt auf ein Verhüllungsgebot in Parks der Hauptstadt reagiert. Mit der Aktion wollten sie Solidarität mit einer Berliner Französin zeigen, die sich Mitte Juni mit nackten Brüsten in der Nähe eines Kinderplanschbeckens in einem Hauptstadt-Park gesonnt hatte.

Parkwächter baten die Frau nach Medienberichten zunächst, sich entweder einen BH anzuziehen oder diesen Ort des Parks zu verlassen. Nach ihrer Weigerung löste das Sonnenbad zuerst einen Polizeieinsatz und danach eine Debatte aus.

© SZ.de/dpa/infu
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