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Augsburg:Fußballer Caiuby soll wegen Vorwurf der Körperverletzung vor Gericht

Der Fußballer Caiuby vom FC Augsburg

Stürmer Caiuby im Trikot des FC Augsburg. Dass er in dieser Saison noch einmal für den Klub spielt, gilt als unwahrscheinlich.

(Foto: Alexander Hassenstein / Bongarts / Getty Images)
  • Wegen einer mutmaßlichen Körperverletzung, die mehr als ein Jahr zurückliegt, muss sich der Profi-Fußballer Caiuby Francisco da Silva demnächst vor Gericht verantworten.
  • Weil er einem 26-Jährigen in der Augsburger Innenstadt einen Kopfstoß verpasst hatte, war bereits ein Strafbefehl gegen den 31 Jahre alten Brasilianer erlassen worden.
  • Gegen die Geldstrafe in Höhe von 135 Tagessätzen hat Caiuby Einspruch eingelegt. Im September soll es daher zu einer öffentlicher Verhandlung gegen ihn kommen.

Der Vorfall liegt mehr als ein Jahr zurück, nun kommt es zum öffentlichen Prozess. Der Profi-Fußballer Caiuby muss sich in Augsburg wegen vorsätzlicher Körperverletzung vor Gericht verantworten. Polizeilichen Ermittlungen zufolge soll der 31 Jahre alte Brasilianer Anfang Mai des vergangenen Jahres einem heute 26-Jährigen einen Kopfstoß versetzt und den Mann dadurch erheblich verletzt haben. Daraufhin hatte die Staatsanwaltschaft einen Strafbefehl gegen Caiuby über insgesamt 135 Tagessätze erwirkt, wie der Sprecher des Augsburger Amtsgerichtes am Mittwoch erklärte.

Wie hoch die Geldstrafe insgesamt ist, sagte der Gerichtssprecher nicht. Ein Tagessatz entspricht in der Regel dem Tageseinkommen des Beschuldigten.

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Caiuby Francisco da Silva, wie er mit vollem Namen heißt, ist dafür bekannt, gerne mal über die Strenge zu schlagen. In die beantragte Strafe wurde eine frühere und bereits rechtskräftige Strafe gegen den Mittelfeldspieler eingerechnet, bei der es um Schwarzfahren ging. Damals war der Fußballer nach einem Oktoberfestbesuch betrunken im Zug zwischen München und Augsburg eingeschlafen.

Gegen den Strafbefehl hatte Caiuby Einspruch eingelegt. Sollte dieser bis dahin bestehen bleiben, wird am 10. September die Verhandlung stattfinden, so der Gerichtssprecher. Das Gericht hat zwar das persönliche Erscheinen Caiubys angeordnet, er kann sich allerdings möglicherweise von einem Anwalt vertreten lassen.

Nachdem der Strafbefehl wegen vorsätzlicher Körperverletzung gegen den Brasilianer im Februar erlassen worden war, hatte dies ein Sprecher des FCA als dessen "Privatgeschichte" beschrieben. Caiuby, der von Ex-Trainer Felix Magath mal den Spitznamen Kai-Uwe verpasst bekommen hatte, war trotz oder gerade wegen seiner diversen Eskapaden lange ein Publikumsliebling der Augsburger Fans.

Der Arbeitsvertrag bei seinem Verein läuft im Sommer 2020 aus. Beim FCA ist da Silva nach wiederholten Undiszipliniertheiten offenbar endgültig in Ungnade gefallen. Zuletzt war er in die Schweiz an den Verein Grasshopper Zürich ausgeliehen. Die Leihe ist zwar ausgelaufen, doch dass der 31-Jährige nochmals für die Schwaben in der Bundesliga aufläuft, gilt als unwahrscheinlich.

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