Moderne Stadtvisualisierung:Virtuelle Stadt in 3D

Moderne Stadtvisualisierung: Für die interaktive Karte wurden die Daten von 61 000 Bäumen erhoben.

Für die interaktive Karte wurden die Daten von 61 000 Bäumen erhoben.

(Foto: Geodatenamt Stadt Augsburg)

Auf einer interaktiven Karte zeigt sich Augsburg seit Kurzem auch dreidimensional in Internet. Darauf können nicht nur Touristen, sondern auch Einheimische auf Entdeckungsreise gehen.

Von Jasinta Then, Augsburg

Augsburg ist immer eine Reise wert - die drittgrößte Stadt Bayerns hat nicht nur viele berühmte Sehenswürdigkeiten, sondern sogar ein Unseco-Welterbe. Und wer es nicht persönlich schafft, kann sich seit Kurzem der Stadt auch virtuell in 3D nähern: Auf einer Art interaktiven Karte können mehr als 400 000 Gebäude, etwa 61 000 Bäume und 43 000 Adressen gesucht und entdeckt werden. Die virtuelle Stadt kann zur Orientierung und Navigation in der Stadt genutzt werden. Und auch 14 prominente Bauwerke, wie das Rathaus, der Perlachturm oder der Hohe Dom, sind originalgetreu abgebildet. So wird eine dreidimensionale Entdeckungsreise am Laptop, Tablet oder Smartphone möglich.

Auch der Umweltaspekt fehlt nicht. Dafür wurden etwa 61 000 Baumstandorte mithilfe des digitalen Baumkatasters in Form einer Momentaufnahme abgebildet. Die digital erfassten Bäume werden schematisch in 3D dargestellt, ein Luftbild in 2D ergänzt die Darstellung, sodass auch die nicht einzeln erfassten Baumbestände, etwa auf privatem Grund, abgebildet werden können.

Die Visualisierung der Stadt soll Menschen, die in Augsburg leben, dazu inspirieren "die eigene Stadt zu erkunden", sagt Verena Rotter vom Referat für Stadtentwicklung, Planen und Bauen der Stadt Augsburg. Es gebe für alle noch ganz neue Ecken zu entdecken. Aber auch Touristinnen und Touristen können die 3-D-Daten bei der Orientierung in der Stadt nutzen.

Die virtuelle Stadt soll vor allem aber auch als Instrument der Stadtentwicklung und -planung sowie der Verwaltung helfen. Bauliche Veränderungen wie am Hauptbahnhof werden so schnell wie möglich in das 3-D-Stadtmodell aufgenommen, "was jedoch nicht in Echtzeit geschehen kann", erklärt Rotter. In Zukunft könnte das 3-D-Modell beziehungsweise seine Daten als Visualisierungswerkzeug für Architekten, zur Berechnung von Starkregenereignissen oder Überflutungsmodellen, für klimatische Analysen, etwa Kaltluftschneisen, oder zur Berechnung von Lärmbelastung genutzt werden.

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