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Atomkraftwerke in Bayern:Sechs Reaktoren, vier Standorte

Die aktuellen Geschehnisse in Japan lassen die Debatte um die Laufzeiten von Atomkraftwerken aufleben. Ein Überblick über die bayerischen AKW-Standorte in Bildern.

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FORSCHUNGSREAKTOR FRM-II

Quelle: dpa

Die aktuellen Geschehnisse in Japan lassen die Debatte um die Laufzeiten von Atomkraftwerken aufleben. Auch in Bayern wird Storm durch Kernenergie gewonnen. Ein Überblick über die bayerischen AKW-Standorte in Bildern.

Garching

Der Forschungsreaktor München II (FRM II) in Garching wird seit März 2004 von der TU im Routinebetrieb gefahren. Mit 20 Megawatt ist er der leistungsstärkste deutsche Forschungsreaktor, seine Neutronen werden hauptsächlich für Grundlagenforschung in Physik, Chemie, Biologie und Materialwissenschaften verwendet. Die Gegner kritisieren vor allem die Nähe zum Münchner Flughafen. Zum Schutz vor Abstürzen sind Decken und Wände des Reaktors aus 1,8 Meter dickem Beton.

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Atomkraftwerke in Bayern:Grafenrheinfeld

Atomkraftwerk Grafenrheinfeld

Quelle: REUTERS

Lange galt das unterfränkische Atomkraftwerk als eines der unauffälligsten Deutschlands. Seit Januar ist das vorbei. Ein möglicher Defekt an einer Leitung im Kühlsystem führt zu Wirbel. Er war bei einer Revision im zweiten Quartal 2010 entdeckt worden, wurde aber erst diesen Januar publik. Ende März soll das Bauteil ausgetauscht werden. Der Druckwasserreaktor mit 1275 Megawatt Leistung ging 1981 in Betrieb und produziert zehn Milliarden Kilowattstunden Strom im Jahr. Durch die Laufzeitverlängerung ist er bis 2028 am Netz.

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Atomkraftwerke in Bayern:Grundremmingen

Gruenes Licht fuer Atomzwischenlager im Atomkraftwerk Grundremmingen

Quelle: ddp

Mit seinen Blöcken B und C ist das schwäbische Atomkraftwerk das leistungsstärkste Bayerns. Jahr für Jahr produziert es 21 Milliarden Kilowattstunden Strom, was fast einem Drittel der bayerischen Stromerzeugung entspricht. Pro Jahr wirft die Anlage 650 Millionen Euro für die Betreiber RWE (75 Prozent) und Eon (25 Prozent) ab. Atomkraft-Gegner nennen die Laufzeitverlängerung eine "Lizenz zum Gelddrucken". Nach der rot-grünen Ausstiegsvereinbarung sollten die Blöcke 2015 und 2016 abgeschaltet werden, nun soll es bis 2030 dauern.

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Atomkraftwerke in Bayern:Isar 1 und Isar 2

Verbraucher profitieren nicht von Atomkompromiss

Quelle: dpa

Der Reaktor Isar 1, seit 1979 am Netz, ist ein Siedewasserreaktor der Baulinie 69. Mit 6,5 Milliarden Kilowattstunden Strom im Jahr produzierte die Anlage nahe Landshut 2010 fast so viel Energie, wie München verbraucht.  Der viel jüngere und modernere Reaktor Isar 2 auf demselben Gelände ist mit 12 Milliarden Kilowattstunden deutlich leistungsstärker. Isar 2 ist seit 1988 am Netz und ein Druckwasserreaktor.

© sueddeutsche.de
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