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Asylpolitik:Integrationskurse als Pflicht

Der Integrationsbeauftragte der Staatsregierung, Martin Neumeyer, fordert verpflichtende Kurse für Flüchtlinge und Asylbewerber. Dort sollen die Migranten "die Grundlagen des zwischenmenschlichen Umgangs in Deutschland" vermittelt bekommen. Dazu gehöre auch, dass Frauen, Andersgläubige und Menschen mit anderen Meinungen und Lebensentwürfen respektvoll zu behandeln sind, betonte Neumeyer am Mittwoch. Solche Kurse seien unerlässlich für ein friedliches Zusammenleben. Schließlich kämen viele Flüchtlinge aus anderen Kulturkreisen, in denen andere Werte und Lebensmodelle vorherrschten, die mit den hiesigen nicht immer kompatibel seien. "Das auszusprechen und gegenseitigen Respekt und die Achtung von Regeln und Umgangsformen einzufordern, ist kein Ausdruck von Intoleranz, sondern folgt schlicht dem gesunden Menschenverstand", betonte Neumeyer.

© SZ vom 14.01.2016 / dpa
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