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Asiatischer Schädling:Kirschessigfliegen gefährden Obsternte

Wein- und Obstbauern in Bayern müssen sich dieses Jahr auf viele schädliche Kirschessigfliegen einstellen. "Es wird ein gutes Jahr für die Kirschessigfliege", sagt Beate Wende von der Bayerischen Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (LWG). Der Schädling aus Asien möge unbeständiges Wetter und Temperaturen zwischen 25 und 27 Grad. "Die vergangenen Tage waren ideal für die Vermehrung." In ihren Monitoring-Fallen an Weinbergen in Unterfranken hat die Wissenschaftlerin deutlich mehr Tiere gefangen als im vergangenen Jahr.

Anders als einheimische Arten wie Taufliegen hat die weibliche Kirschessigfliege einen scharfen Legestachel, mit dem sie die Schalen reifer Früchte aufschneiden, um direkt darunter ihre Eier abzulegen. Sie bevorzugt dabei Kirschen, Brombeeren, Himbeeren und rote Trauben. "Das Problem ist, dass sie die reifen Früchte angeht und Insektenschutzmittel nicht helfen", sagt Wende. Die Larven fressen das Fruchtfleisch, außerdem bieten aufgestochene Früchte eine ideale Grundlage für Pilze und Essigfäule. "Dann sind die Trauben verloren."