Landgericht Traunstein:Prozess um Tod von Hanna W. wird verlängert

Landgericht Traunstein: Dem Angeklagten wird vorgeworfen, Hanna W. auf ihrem Heimweg von der Disco verfolgt, aus sexuellen Motiven überfallen, auf den Kopf geschlagen und verletzt in den Bärbach geworfen zu haben.

Dem Angeklagten wird vorgeworfen, Hanna W. auf ihrem Heimweg von der Disco verfolgt, aus sexuellen Motiven überfallen, auf den Kopf geschlagen und verletzt in den Bärbach geworfen zu haben.

(Foto: Uwe Lein/dpa)

Vier weitere Verhandlungstage bis in den Februar hinein wurden nun angesetzt. In dem Prozess muss sich ein junger Mann seit Oktober wegen Mordes an der Studentin verantworten.

Der Prozess um den Mord an einer 23-jährigen Studentin in Aschau im Chiemgau zieht sich weiter hin. Das Landgericht Traunstein hat vier zusätzliche Termine bis zum 8. Februar angesetzt. Ursprünglich war der letzte Termin am 22. Dezember kurz vor Weihnachten geplant. Die zusätzlichen Verhandlungstage seien vorsorglich für weitere Beweisanträge vorgesehen, zudem seien weitere Zeugen geladen, erläuterte eine Gerichtssprecherin am Mittwoch.

Vor Weihnachten soll es in dem Prozess noch einmal um die Ergebnisse der Rechtsmedizin gehen - und die Frage, ob die Verletzungen der jungen Frau von einem unglücklichen Sturz in den Fluss herrühren könnten oder ob sie getötet wurde.

Ein Passant hat die Leiche der Frau am Nachmittag des 3. Oktobers vergangenen Jahres im Fluss Prien entdeckt. Sie hatte in dem Club "Eiskeller" in Aschau im Chiemgau gefeiert und sich am frühen Morgen auf den Heimweg gemacht - doch zu Hause kam sie nie an.

Sechs Wochen nach der Tat wurde ein junger Mann festgenommen. Der inzwischen 21-Jährige muss sich seit Oktober wegen Mordes vor dem Landgericht Traunstein verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, die junge Frau auf ihrem Heimweg von der Disco verfolgt, aus sexuellen Motiven überfallen, auf den Kopf geschlagen und verletzt in den Bärbach geworfen zu haben, der in die Prien mündet. Die junge Frau soll ertrunken sein.

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