Im Sicherungsverfahren am Landgericht Aschaffenburg gegen Enamullah O., den Messerangreifer von Aschaffenburg, ging es im Oktober um Totschlag und Mord. O. ist seit mindestens Anfang 2024 an einer paranoiden Schizophrenie erkrankt. Schuldfähig handelte der Afghane daher nicht, als er im Januar eine Krippengruppe im Park Schöntal mit einem Messer attackierte, zwei Menschen tötete und drei verletzte. Das Gericht ordnete seine dauerhafte Unterbringung in einer forensisch-psychiatrischen Klinik an.
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Er verstehe nicht, wieso der spätere Aschaffenburger Messerangreifer kurz nach einem Gewaltexzess die Forensik wieder verlassen konnte, sagt ein Richter. Unmöglich hätten sie Enamullah O. dort behalten können, erwidern Ärzte. Über einen Fall, der immer neue Fragen aufwirft.
Von Olaf Przybilla und Max Weinhold Hernandez

Messerangriff in Aschaffenburg - ein halbes Jahr danach:„Du siehst, wenn der Lebensfunke im Auge erlischt“
Der Gärtner, der Erste Hilfe leistete, der Kita-Chef und der Vater eines schwer verletzten Kindes: Drei Menschen berichten, wie sie die Tat im Park Schöntal erlebt haben – und wie es ihnen heute geht.
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