Ein Jahr nach dem AnschlagUniversität untersucht Folgen der Bluttat von Aschaffenburg

Zum Gedenken ein Jahr nach der Tat hat die Stadt einen Trauerkranz am Tatort im Park Schöntal aufgestellt.
Zum Gedenken ein Jahr nach der Tat hat die Stadt einen Trauerkranz am Tatort im Park Schöntal aufgestellt. Daniel Vogl/dpa

Was macht so ein Anschlag mit einer Stadtgesellschaft? Das wollen Wissenschaftler der Universität Konstanz herausfinden. Dafür sollen nun 5000 Bürgerinnen und Bürger zu ihren persönlichen Erfahrungen befragt werden.

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Ein Jahr nach der tödlichen Messerattacke eines psychisch kranken Mannes auf Kleinkinder in Aschaffenburg wollen Wissenschaftler die Auswirkungen der Tat auf die Stadt untersuchen. Wie wirken einschneidende Gewaltereignisse langfristig auf das Sicherheitsgefühl, den Zusammenhalt und das Miteinander in einer Stadt? Diese Frage stehe im Zentrum der wissenschaftlichen Befragung, die am Donnerstag in Aschaffenburg startet. Nach Angaben der Stadt führt die Universität Konstanz die Befragung durch.

5000 Menschen sollen in den nächsten Tagen per Post zu der Onlinebefragung eingeladen werden. Die Wissenschaftler möchten herausfinden, wie die Aschaffenburger die Tat und ihre Folgen erlebt haben. „Dabei stehen die persönlichen Erfahrungen und Einschätzungen der Bürgerinnen und Bürger im Vordergrund“, hieß es. Auch Fragen des Zusammenhalts und der politischen Auseinandersetzungen sollen eine Rolle spielen.

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Ziel sei, besser zu verstehen, wie sich ein Gewaltereignis langfristig auf das Zusammenleben in einer Stadt auswirkt. Die Teilnahme an der Umfrage sei freiwillig und anonym. Die Ergebnisse der Befragung sollen später veröffentlicht werden.

Am 22. Januar 2025 hatte ein Afghane in dem städtischen Park Schöntal eine ihm unbekannte Gruppe von Kleinkindern mit einem Messer angegriffen. Er tötete einen zwei Jahre alten, deutschen Jungen marokkanischer Herkunft und einen 41-jährigen Deutschen, der den Kindern helfen wollte. Zudem verletzte der Flüchtling ein damals zweijähriges Mädchen aus Syrien, einen weiteren Helfer (damals 72, deutsch) und eine Erzieherin (damals 59, deutsch).

Weil der Beschuldigte bei dem Angriff aufgrund einer psychischen Erkrankung schuldunfähig war, ließ ihn das Landgericht Aschaffenburg in der geschlossenen Abteilung einer forensischen Psychiatrie unterbringen.

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