Prozess gegen Polizisten in AlzenauHätte der Messerangriff von Aschaffenburg verhindert werden können?

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Der angeklagte Polizist (links) und sein Anwalt Frank Kumpolt im Gerichtssaal in Alzenau. Der 29-jährige Polizist soll gegen den mutmaßlichen Messerstecher von Aschaffenburg keine Ermittlungen eingeleitet haben.
Der angeklagte Polizist (links) und sein Anwalt Frank Kumpolt im Gerichtssaal in Alzenau. Der 29-jährige Polizist soll gegen den mutmaßlichen Messerstecher von Aschaffenburg keine Ermittlungen eingeleitet haben. (Foto: Andreas Arnold/dpa)

Enamullah O. soll Monate zuvor in seiner Flüchtlingsunterkunft eine Frau mit einem Messer angegriffen haben. Offenbar wurden aber keine Ermittlungen gegen ihn eingeleitet. Nun steht ein Polizist vor Gericht – und muss sich heftige Kritik des Richters anhören.

Von Max Weinhold Hernandez, Alzenau

Etwa fünf Monate vor dem tödlichen Messerangriff im Aschaffenburger Park Schöntal soll der Afghane Enamullah O. in seiner Flüchtlingsunterkunft eine Frau gewürgt und mit einem Messer verletzt haben. Weil ein Polizist keine Ermittlungen eingeleitet haben soll, obwohl er von der mutmaßlichen Tat gewusst habe, steht der 29-Jährige seit diesem Montag in Alzenau vor Gericht. Die Staatsanwaltschaft Coburg bezichtigt den Polizeiobermeister der Strafvereitelung im Amt.

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