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Artenschutz:Runder Tisch bleibt exklusiv

Becker und Hartmann müssen Gremium fernbleiben

Der neue runde Tisch Artenvielfalt unter der Leitung des CSU-Politikers Alois Glück findet definitiv ohne Agnes Becker und Ludwig Hartmann statt. Trotz des Protests von Bund Naturschutz, Landesbund für Vogelschutz und anderen Trägern des "Volksbegehrens Artenvielfalt - Rettet die Bienen" lädt die Staatskanzlei die beiden nicht in das Gremium ein. Becker und Hartmann sind die prominentesten Sprecher des Volksbegehrens und haben mit dessen Erfolg die Neufassung des bayerischen Naturschutzgesetzes durchgesetzt. Zugleich sind sie Politiker. Becker ist stellvertretende Vorsitzende der bayerischen ÖDP, Hartmann ist Fraktionssprecher der Grünen im Landtag. Die Staatskanzlei begründet die Weigerung, die beiden einzuladen, damit, dass in dem neuen Gremium keine Parteien vertreten sein sollen.

Becker und Hartmann zeigen sich enttäuscht. "Dieses parteipolitische Gezänk ist sehr bedauerlich", sagt Becker. Aber die beiden geben sich kämpferisch. "Das Bündnis für das Volksbegehren spricht weiter mit einer Stimme", sagt Hartmann, "egal wer und wie viele von uns am runden Tisch sitzen." Das Gremium mit Vertretern von mehr als 30 Verbänden und Organisationen trifft sich am Montagnachmittag. Nach Worten des Moderators Glück wird es vor allem darum gehen, was Kommunen, Landkreise, der Freistaat, die Kirchen und andere große Grundbesitzer auf ihren Flächen für die Artenvielfalt tun können. Das Volksbegehren zielte vor allem auf eine Verbesserung des Naturschutzes auf den Äckern und dem Weideland in Bayern ab.