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Arbeitsmarkt:Lockdown hinterlässt Spuren

Corona-Krise und Strukturwandel haben 2020 den Arbeitsmarkt stark beeinflusst: Von Mitte März bis Ende Dezember sind in Bayern 295 342 Menschen arbeitslos geworden, deutlich mehr als im Vorjahr. Das geht aus der Jahresbilanz 2020 der Regionaldirektion der Bundesagentur für Arbeit hervor. Auch wurden den Jobcentern rund zehn Prozent weniger Ausbildungsstellen als 2019 und 14,1 Prozent weniger Bewerber gemeldet. Für das Instrument der Kurzarbeit gibt es für 2020 noch keine abschließenden Zahlen: Im Zuge des Teil-Lockdowns gingen im Dezember Anzeigen für 108 731 Personen ein, nach 82 848 im November und 25 254 im Oktober. Auch deshalb sank die Beschäftigung insgesamt nur um rund 0,4 Prozent oder 21 000 Stellen. Für 2021 rechnet die Regionaldirektion mit weiter steigender Arbeitslosigkeit, der Lockdown werde "deutliche Spuren" hinterlassen.

© SZ vom 21.01.2021 / maxi
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