Weiterhin kaum Erholung am bayerischen Arbeitsmarkt: Zwar ist die Zahl der Arbeitslosen im Mai im Vergleich zum Vormonat um 3303 auf nun 306 379 leicht zurückgegangen. Im Vorjahresvergleich zeigt sich aber ein deutlicher Anstieg von 13,5 Prozent. Dazu verzeichnete die Regionaldirektion Bayern der Bundesagentur für Arbeit eine geringere Nachfrage nach neuen Arbeitskräften und mehr Anzeigen auf Kurzarbeit.

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„Im Mai waren so viele Menschen arbeitslos wie seit 16 Jahren nicht mehr“, sagte der Chef der Regionaldirektion in Nürnberg, Markus Schmitz. Die Arbeitslosenquote lag im Mai 2025 demnach bei 3,9 Prozent, vor einem Jahr waren es 0,4 Prozentpunkte weniger. Überdurchschnittlich stieg dabei die Zahl der Arbeitslosen unter den 15- bis unter 25-Jährigen. Für die aktuelle Statistik hat die Regionaldirektion Zahlen ausgewertet, die bis zum 13. Mai vorlagen.
Wegen der schlechten Wirtschaftslage sei die Chance für arbeitslose Menschen deutlich schlechter, einen neuen Job zu finden, da sich die Unternehmen mit Neueinstellungen zurückhielten, erläuterte Schmitz. So wurden den bayerischen Arbeitsagenturen und Jobcentern seit Jahresbeginn knapp 103 000 neue Arbeitsstellen gemeldet – 12,6 Prozent weniger als vor einem Jahr.
Auch an der Kurzarbeit zeigt sich die angespannte Situation: Im April registrierte die Regionaldirektion nach aktuellsten Zahlen mehr Anzeigen auf konjunkturelles Kurzarbeitergeld. Zahlen dazu, wie viele Beschäftigte dieses tatsächlich in Anspruch nahmen, lagen für Februar vor: Demnach bezogen in dem Monat 58 000 Beschäftigte Kurzarbeitergeld – 26 000 mehr als vor einem Jahr. Davon betroffen waren vor allem der Maschinenbau sowie die Automobil- und die Metallindustrie.

