Anzeige nach Streit:Pohl pöbelt

FW-Mann irritiert in Taverne

"Vollpfosten", "Arschloch", "peinliche, arme Sau" - ein unrühmlicher Abend mit verbalen Entgleisungen soll sich in einer griechischen Taverne in Kaufbeuren ereignet haben. Im Zentrum des Vorfalls und einer Anzeige steht der Landtagsabgeordnete Bernhard Pohl (Freie Wähler). Zunächst berichtete darüber der Münchner Merkur, mit Bestätigung der Anzeige durch die Staatsanwaltschaft Kempten. Um einen Disput unter zwei Juristen ging es, der Bericht entnimmt Pohls Schimpfwörter aus der Anzeige. Die Schilderung lege nahe, dass er "kräftig getrunken haben muss". Pohl, früher und inzwischen wieder Vize-Chef der FW-Fraktion, sitzt seit 2008 im Landtag. 2015 wurde er wegen Trunkenheitsfahrt zu sechs Monaten Bewährungsstrafe verurteilt; weitere Vorfälle im Straßenverkehr sind aktenkundig. Pohl sagte der SZ zu dem Abend: Es sei "nicht ganz zimperlich zugegangen", es habe sich "hochgeschaukelt". Betrunken? Das sei so nicht korrekt, "Vollpfosten" habe er auch nicht gesagt. Er habe sich mehrmals bei dem Mann entschuldigt - und er habe wiederum Forderungen des Kontrahenten nach einem Geldausgleich angezeigt, als versuchte Erpressung und Nötigung.

© SZ vom 31.07.2021 / ojo
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