Anschlag in Ansbach:Der merkwürdige Therapeut

Lesezeit: 5 min

Foto: Imago; Collage: Özer/SZ (Foto: Imago / Collage: Özer/SZ)

Axel von Maltitz behandelte den Ansbacher Selbstmordattentäter. An seiner fachlichen Qualifikation und der Arbeit des Lindauer Vereins Exilio gibt es erhebliche Zweifel.

Von Uwe Ritzer

Die ganze Woche über war Axel von Maltitz aus Lindau am Bodensee ein gefragter Mann. Bild zitierte aus seinen Unterlagen, dem heute journal im ZDF, Panorama in der ARD und auch der Süddeutschen Zeitung gab er Interviews. Ausführlich erzählte der Mann mit der hohen Stirn und der randlosen Brille dabei von Mohammad D., dem islamistischen Selbstmordattentäter von Ansbach, und dessen angeblicher Krankengeschichte. Von Maltitz hat den 27-jährigen Syrer am 1. Februar 2015 begutachtet und in 40 Sitzungen bis 31. Januar 2016 therapiert. Nun sollte die Therapie am 1. August fortgesetzt werden. Dazu kommt es nicht mehr: Mohammad D. hat sich in die Luft gesprengt und 15 Menschen verletzt.

Zur SZ-Startseite

Mittelfranken
:"Das Gemeinschaftsgefühl in Ansbach ist stark"

Arne Bister ist Mitgründer der Flüchtlingsinitiative "Ansbach hilft". Im Interview erklärt er, wie sich die Stimmung in der Stadt mit dem Anschlag verändert hat.

Von Hannah Beitzer

Lesen Sie mehr zum Thema

Jetzt entdecken

Gutscheine: