Arzt vor Gericht:Maskenatteste für erfundene Patienten: Haftstrafe für Arzt

Arzt vor Gericht: Der Arzt aus der Nähe von Landsberg am Lech beim Prozessauftakt im September.

Der Arzt aus der Nähe von Landsberg am Lech beim Prozessauftakt im September.

(Foto: Karl-Josef Hildenbrand/dpa)

Ein bundesweit als Corona-Leugner bekannter Arzt aus der Nähe von Landsberg hat massenhaft Gesundheitszeugnisse ausgestellt - sogar einem fiktiven Kind. Nun ist er verurteilt worden.

Von Florian Fuchs, Landsberg am Lech

Wie schlecht sein Ruf unter anderem in seiner Heimatregion ist, stellt der Angeklagte in seinem Schlusswort selbst dar. Er erzählt von einem Patienten, dem sein Apotheker riet, zu einem richtigen Arzt zu gehen und sich ein richtiges Attest ausstellen zu lassen, um seinem Kind zu helfen. Der Patient wollte für sein Kind - auf Veranlassung des angeklagten Arztes und Homöopathen -, einen pflanzlichen Hustensaft. Schon bei den einfachsten Arzneimitteln trauen ihm die Fachleute also offenbar nicht mehr, spätestens seit der 60-Jährige in Landsberg am Lech vor Gericht steht, weil er mehr als 4000 falsche Maskenatteste ausgestellt und abgerechnet haben soll.

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