Altötting:Landrat fordert Geld von PFOA-Produzenten

Angesichts der Belastung von Boden, Wasser und auch dem Blut der Bürger mit Perfluoroctansäure (PFOA) erhöhen die Lokalpolitiker im Landkreis Altötting den Druck auf die Industrie. So forderte Landrat Erwin Schneider (CSU) den PFOA-Produzenten Dyneon auf, sich zu seiner Verantwortung zu bekennen und finanziell für die Folgen einzustehen. Notfalls werde es behördliche Anordnungen geben. Dyneon, eine Tochter des US-Konzerns 3M, hat in Gendorf bis 2008 PFOA verarbeitet. Stellung genommen hat bisher aber nur die Betreiberfirma des ganzen Chemieparks. Sie hat auch eine Studie zu PFOA im Grundwasser bezahlt, aus dem Trinkwasser für 40 000 Menschen gewonnen wird. Unterdessen kritisiert die Bürgerinitiative "Bint" das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit. Das LGL hatte bei drei Veranstaltungen über stark erhöhte PFOA-Werte im Blut von fast 1000 Probanden berichtet und betont, dies stelle keine konkrete Gesundheitsgefahr dar. Dem widerspricht die Bint und beruft sich auf das Umweltbundesamt, dem zufolge Effekte auf Fruchtbarkeit, Fettstoffwechsel und Immunität zu befürchten seien.

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