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Altötting:Gefährlichkeit von PFOA

Fast zwei Jahre nach breit angelegten Bluttests im Landkreis Altötting hat das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit am Mittwoch eine neue Einschätzung zur Gefährlichkeit der festgestellten Konzentration von Perfluoroktansäure (PFOA) veröffentlicht. Demnach wiesen 761 von 906 getesteten Personen Werte auf, bei denen aus heutiger Sicht Maßnahmen zum Schutz vor einer weiteren PFOA-Aufnahme geboten wären. Gesundheitsschäden seien möglich, aber nicht notwendig. Anlass für diese späte Einschätzung ist, dass das Umweltbundesamt erst jetzt einen solchen "Maßnahmenwert" definiert hat. Unabhängig davon habe es 2018 die nötigen Maßnahmen gegeben. So seien alle Trinkwasserbrunnen mit Filtern ausgestattet worden. Die mutmaßlich krebserregende PFOA wurde im Chemiepark Gendorf bis 2003 als Grundstoff für Beschichtungen und Imprägnierungen hergestellt und bis 2008 verarbeitet.

© SZ vom 05.03.2020 / kpf

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