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Alpspitze nahe Garmisch-Partenkirchen:Lawine bei Lawinenübung

Es sollte nur eine Lawinenübung der Bergwacht sein, doch dann ging tatsächlich eine Lawine ab: Auf der Alpspitze in Garmisch-Partenkirchen sind vier Menschen verschüttet worden.

Bei einer Lawinenübung der Bergwacht nahe Garmisch-Partenkirchen ist tatsächlich eine Lawine abgegangen und hat mehrere Menschen verschüttet. An die 15 Bergwachtmänner übten am Mittwochvormittag mit ihren speziell ausgebildeten Hunden auf der 2628 Meter hohen Alpspitze im Wettersteingebirge.

Bei einer Vorführung für die Medien sollte eigentlich gezeigt werden, wie die Hundeführer und ihre Tiere nach einem Lawinenabgang vorgehen. Dabei lassen sich Bergwachthelfer im Schnee eingraben und von Suchhunden aufspüren.

Doch plötzlich wurde aus der Übung Ernst: Per Funk wurde ein Skiunfall mit einem Verletzten gemeldet. Mehrere Bergretter eilten bei dichtem Schneefall sofort zu der Unfallstelle. Noch während sie den nach Polizeiangaben mittelschwer bis schwer verletzten Skifahrer versorgten, löste sich eine Lawine. Die tonnenschweren Schneemassen verschütteten den Verletzten vollständig und drei Retter teilweise.

"Zwei weitere Bergwachtmänner konnten sich noch durch einen beherzten Sprung zur Seite in Sicherheit bringen", berichtete die Sprecherin des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK), Hanna Hutschenreiter. Die Bergwacht gehört zum BRK. Sofort eilten alle verfügbaren Rettungskräfte samt Hunden in das Lawinenfeld und begannen mit Sonden nach den Verschütteten zu suchen. Alle konnten innerhalb kurzer Zeit geborgen werden.