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Alpen:Große Lawinengefahr: Wanderwege gesperrt

Lawinenübung von Polizei und Bergwacht

In den Alpen wurden bereits viele Lawinenabgänge gemeldet. Das Bild zeigt eine Lawinenübung von Polizei und Bergwacht in Oberaudorf.

(Foto: picture alliance / Matthias Balk)

Der Lawinenwarndienst gibt für weite Teile der bayerischen Alpen die zweithöchste Warnstufe aus. Orte wie Garmisch-Partenkirchen machen viele Wege dicht.

In weiten Teilen der bayerischen Alpen ist die Lawinengefahr inzwischen auf die zweithöchste Warnstufe gestiegen. Die Experten schätzen die Gefahr inzwischen in den Allgäuer, Ammergauer und Werdenfelser Alpen durchgängig als groß ein, in sämtlichen Höhenlagen, ebenso in den Bayerischen Voralpen ab 1500 Metern. Im östlichen Alpenraum ist sie in diesen höheren Lagen erheblich. "Die Situation bleibt angespannt", betonte der Lawinenwarndienst Bayern. Schon am Donnerstag wurden viele Lawinenabgänge gemeldet.

Bei Lenggries (Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen) in den Voralpen südlich von München ereignete sich bereits ein Lawinenunfall, bei dem zwei Menschen teilweise verschüttet wurden. Sie wurden im Aufstieg zum Brauneck auf etwa 1350 Metern von einer Lawine mittlerer Größe erfasst. "Der Neuschnee der letzten Tage löste sich im stark mit Triebschnee eingefrachteten Gipfelhang des Braunecks", schilderte der Lawinenwarndienst. Die Beteiligten konnten sich am Donnerstag zum Glück unverletzt selbst aus dem Schnee befreien.

Wegen der erhöhten Lawinengefahr sperrten Ausflugsorte zahlreiche Wanderwege. In Garmisch-Partenkirchen sind nach Angaben der Gemeinde "mindestens über das Wochenende" sämtliche Berg- und Wanderwege gesperrt, in Oberstdorf im Allgäu dürfen Wanderer und Skitourengeher zahlreiche Routen ebenfalls nicht benutzen. In Schwangau (Landkreis Ostallgäu) ist zudem unter anderem der Weg zur Marienbrücke nahe Schloss Neuschwanstein gesperrt.

© SZ.de / dpa/kast/van
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