
Einfach nur Slacklinen, das reicht Alexander Schulz nicht. Deshalb ist der 20-Jährige mit Freunden in die Ammergauer Alpen gefahren. Die Idee: eine actionreiche Kombination aus Slacklinen und Skifahren. Während Anatolij Maltsev mit den Skiern durch die Lüfte flog,...

... balancierte Alexander Schulz nackt über die Slackline.

"Das Gefühl ist viel freier. Man fühlt sich selbst und die Umwelt intensiver", erklärt Alexander über seine ausgefallene Leidenschaft. Der bloße Körper verstärke das Gefühl von Schutzlosigkeit und Ausgesetztheit. Nackt will man erst recht nicht stürzen, die Haut soll nicht mit Waldboden, Schnee oder der straff gespannten, ausschlagenden Slackline kollidieren.

Doch Alexander Schulz geht auch angezogen über die Slackline. Für ihn ist das nicht nur ein Sport, sondern eine Lebenseinstellung. Es gehe darum, die eigenen Grenzen auszuloten, sagt er.

"Das Schwierige an einer solchen Longline ist die Schwungmasse", sagt Alexander Schulz. Je länger die Slackline ist, desto weiter schwingt sie zu den Seiten aus. Und je schwerer sie ist, desto kräftiger werden die Seitenbewegungen, die der Läufer kontrollieren muss.

Alexander Schulz ist vor etwa vier Jahren zum Slacklinen gekommen: Seine Mutter hatte ihn dazu gebracht. Er kommt aus einer sportlichen Familie und hatte zuvor schon viel ausprobiert, aber nichts packe ihn so richtig. "Slacklinen ist das erste, wo ich selbst dabei geblieben bin und jetzt bestimmt es mein Leben", sagt er.

Wichtig ist für Alexander Schulz nicht nur der Sport selbst, sondern auch das Drumherum: Kochen in kleinen Hütten, gemeinsame Anstrengungen mit Freunden und Highlines von einer Felswand zur nächsten zu spannen. Weitere Infos unter www.oneinchdreams.com.