Alexander Herrmann: Mein Kulmbach:"Bloß keine Tofu-Bratwürste"

Bier und Bratwürste: Das ist Kulmbach für Alexander Herrmann. Vegetarierer sollten da vorsichtig sein, meint der TV-Koch im Fragebogen - und schwärmt von einem prominenten Stammgast.

Tobias Dorfer

Jeder Ort hat kleine Geschichten und große Geheimnisse. Und wer könnte diese Geheimnisse besser lüften als jemand, der dort wohnt - oder der dort zumindest eine ganze Weile gelebt hat? Jede Woche präsentiert ein Prominenter im sueddeutsche.de-Fragebogen "sein Bayern". Heute stellt TV-Koch Alexander Herrmann seine Heimatstadt Kulmbach vor.

Alexander Herrmann, TV-Koch

TV-Koch Alexander Herrmann: Seine Familie lebt seit 1869 bei Kulmbach.

(Foto: picture-alliance/ dpa/dpaweb)

Alles fing mit dem Vox-Kochduell an. In der TV-Show musste Alexander Herrmann mit den Kandidaten aus spontan zusammengewürfelten Produkten ein Kreativ-Menü zaubern. Seitdem brutzelt Herrmann regelmäßig im deutschen Fernsehen. Bei Markus Lanz im ZDF, bei der Küchenschlacht (auch ZDF) und früher auch einmal im ARD-Buffet. Und dann steht der Koch auch noch in seinem Posthotel im fränkischen Wirsberg (nahe Kulmbach) hinter dem Herd.

Fragebogen

Sie leben bei Kulmbach. Warum hier und nicht anderswo?

Ein wichtiger Grund ist mein Restaurant, das ich in Wirsberg bei Kulmbach betreibe. Aber mir ist auch die Tradition wichtig. Meine Familie lebt hier seit 1869. Und dann gibt es noch ein weiteres unschlagbares Argument für Kulmbach. Viele schöne Gegenden sind touristisch wahnsinnig überlaufen. Hier ist es schön - und man kann dennoch seine Ruhe haben.

Das Schönste an Kulmbach ist...

... dass es hier nicht so anonym wie in einer Großstadt ist. Jeder kennt jeden. Das schweißt natürlich zusammen. Die Leute hier machen kein großes Tohuwabohu, nur weil ich ab und zu im Fernsehen bin. Ich kann in Ruhe meine Brötchen kaufen gehen.

Am meisten geärgert habe ich mich in Kulmbach über...

... wenn beim Bierfest die Maß nicht richtig eingeschenkt wird.

Ihr schönstes Erlebnis in Kulmbach?

Das war, als ich im Jahr 2007 den Kulturpreis der Stadt Kulmbach gewonnen habe. Damals gab es eine schöne Gala auf der Plassenburg. Normalerweise zählt der Bauer im eigenen Land ja nicht viel. Mich freut es sehr, dass meine Arbeit auch vor Ort wahrgenommen wird.

Welches ist ihr liebster Platz in Kulmbach - und warum?

Auf jeden Fall der alte Marktplatz. Dort kann man wunderschön draußen sitzen und ein Eis oder eine Bratwurst essen. Für mich ist dieser Ort ein richtiger Kultplatz. Als ich jung war, sind dort immer die Jungs mit ihren Autos im Kreis herumgefahren, um den Mädchen zu imponieren. Der Kulmbacher Marktplatz ist quasi das Pendant zur Münchner Maximilianstraße oder der Düsseldorfer Königsallee. Heute geht das nicht mehr, denn der Marktplatz ist längst verkehrsberuhigt.

Wo sollte jeder Besucher mal ein Bier trinken, wo schmeckt das Essen besonders gut?

Natürlich auf dem Bierfest. Dort gibt es leckere gegrillte Enten und Bratwürste. In Kulmbach gibt es sogar eine ganz besondere Bratwurst mit einer geschützten Rezeptur. Das Brät ist feiner als bei anderen Würsten und außerdem bekommt das Ganze durch Zitronenschale eine tolle Frische. Ein weiterer Vorteil: Das Bierfest ist quasi ein Geheimtipp - und noch nicht so überlaufen.

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