Flugblatt-Affäre:Aiwanger ist am Ende

Flugblatt-Affäre: Freie-Wähler-Chef Hubert Aiwanger wurde in seiner Schulzeit mit einem antisemitischen Flugblatt in der Schultasche erwischt. Seit Tagen wächst die Kritik an seinem Umgang mit den Vorwürfen.

Freie-Wähler-Chef Hubert Aiwanger wurde in seiner Schulzeit mit einem antisemitischen Flugblatt in der Schultasche erwischt. Seit Tagen wächst die Kritik an seinem Umgang mit den Vorwürfen.

(Foto: Tobias C. Köhler/dpa)

Der Chef der Freien Wähler hat alle Chancen vertan, die Wahrheit über seine Jugend zu sagen und sich rechtzeitig zu entschuldigen. Wenn Ministerpräsident Markus Söder nicht die Werte der CSU verraten will, muss er ihn umgehend entlassen.

Kommentar von Sebastian Beck

Wie viele Zeugen müssen sich eigentlich noch melden, damit Hubert Aiwanger endlich eingesteht, was in seiner Schulzeit am Gymnasium Mallersdorf-Pfaffenberg allgemein bekannt war: Der heutige Chef der Freien Wähler und Stellvertretende Ministerpräsident Bayerns hing als Jugendlicher rechtsextremem Gedankengut an. Längst geht es nicht mehr um ein Flugblatt, das die Anhänger Aiwangers als lässliche Jugendsünde abtun. Es geht darum, dass er über Jahre unverfroren als Neonazi in Erscheinung getreten sein soll - und das bis heute anscheinend nicht so schlimm findet.

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