Nun ist amtlich, was viele befürchtet hatten: Die AfD hat in Sachsen-Anhalt einen Erdrutschsieg geholt, fast 44 Prozent. Wie beruhigend, dass dieses ostdeutsche Ereignis wenig mit den Zuständen im Westen zu tun hat, oder? „Viele Westdeutsche haben mittlerweile die Nase voll“ von den Ossis, sagte der Münchner Historiker Magnus Brechtken neulich der FAZ. Für die meisten Wessis „ist und bleibt diese Bundesrepublik eine Erfolgsgeschichte“, stimmte ein Kommentator des Redaktionsnetzwerks Deutschland zu. Noch pointierter formulierte es der Kabarettist Florian Schroeder: „Klappe halten, Jammer-Ossis“.
MeinungDer AfD-Triumph sollte allen eine Warnung seinDie Sehnsucht nach einem besseren Gestern gibt es auch in Bayern

Kommentar von Andreas Glas
Lesezeit: 2 Min.

Im Erfolgsrausch zeigen sich AfD-Politiker beim Gillamoos: Katrin Ebner-Steiner, Vorsitzende der Fraktion im bayerischen Landtag, Beatrix von Storch, stellvertretende Vorsitzende der AfD-Bundestagsfraktion, und Petr Bystron (AfD), Europaabgeordneter (von links).
Foto: Sven Hoppe/dpaDie CSU und ihre Wählerschaft, das war immer auch eine Gefühlsgemeinschaft. Das ist ein Trumpf im Kampf mit der AfD. Deren Erfolg sollte dennoch alle aufrütteln, auch Markus Söder.
