Ein Sommer der Angst? Nichts, aber auch gar nichts, deutet hier darauf hin, am Oberen Stadtplatz im niederbayerischen Deggendorf. Die Leute flanieren, gehen einkaufen, sitzen in den vielen Cafés, die Bimmelbahn bimmelt auf ihrer Rundfahrt vorbei. „Sommer der Angst“, so überschrieb die AfD im Landtag neulich eine von ihr angesetzte Debatte. Da ging es um Straftaten, um „Kriminelle aus aller Herren Länder“ und eine „verfehlte Migrationspolitik“ aus den „wirren Hirnen links-grüner Vaterlandsverächter“. Tenor quasi: Man könne heutzutage als Deutscher kaum noch das Haus verlassen.
Fraktionschefin Ebner-SteinerDie mächtigste Person der bayerischen AfD
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Gleich wird gepoltert: Katrin Ebner-Steiner zieht beim politischen Aschermittwoch der AfD im niederbayerischen Osterhofen in die Festhalle ein; hinter ihr Landeschef Stephan Protschka.
Malin Wunderlich/dpaKatrin Ebner-Steiner hat in der AfD inzwischen auf allen Ebenen Einfluss. Ihr Aufstieg begann in Niederbayern. Ein Gespräch über politische Sitten, das deutsche Volk und ihren Freund Björn Höcke.
Von Johann Osel, Deggendorf
