Es war ein Wahlkrimi für die bayerische AfD am Sonntag. In den ersten Prognosen des Abends lag die Partei nur bei mageren elf Prozent, hinter den Grünen. Im Laufe der Auszählung stieg der Wert stetig an, auf am Ende 12,6 Prozent. „AfD auch in Bayern zweitstärkste Kraft“, jubelte Landeschef Stephan Protschka auf Facebook. Der Post steht über seinem Aufruf vom Vortag. Diesen ziert ein Bild des mutmaßlichen afghanischen Messerstechers von Mannheim, der Ende Mai einen Islamkritiker verletzte und einen Polizisten tötete. „Geht wählen“, schrieb Protschka. „Damit das nicht eure Zukunft wird“.
Europawahl in BayernAfD kann auf Stammwähler zählen
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Die Rechtspopulisten schneiden in Bayern nicht so gut ab wie anderswo, dennoch geben sich die Parteivorderen zufrieden. Besonders in bestimmten Gegenden hat sich die Partei etabliert.
Von Johann Osel
