Nach Vorstoß der Ampel-Koalition:Trautner fordert Debatte um Abtreibung

Sozialministerin Carolina Trautner (CSU) hat den Gesetzentwurf der Ampel-Koalition für die Aufhebung des Werbeverbots für Schwangerschaftsabbrüche im Strafgesetzbuch als überstürzt kritisiert. Stattdessen mahnte sie in der Augsburger Allgemeinen eine breite gesellschaftliche Debatte an. Dass die Bundesregierung die Abschaffung des Paragrafen 219a mit der Stärkung von Frauenrechten begründe, werde dem sensiblen und verantwortungsvollen Thema nicht gerecht. Sie empfahl auf die "wertvollen Erfahrungen der Kirchen" und all derer, die sich hier mit großer Verantwortung engagierten, nicht zu verzichten. "Hier geht es um mehr: um den Schutz des Lebens - der ungeborenen Kinder ebenso wie von Frauen, die Entscheidungen in schwierigster Situation alleine treffen und vielleicht ihr Leben lang darunter leiden", erklärte die Ministerin. Das Werbeverbot schnell zu streichen löse die Probleme nicht. "Ich wünsche mir vielmehr eine respektvolle gesellschaftliche Debatte, die fachliche Information sowie persönliche Beratung und Unterstützung in den Mittelpunkt stellt - und damit das Leben von Mutter und Kind", forderte Trautner. Beiden gelte es verpflichtet zu bleiben.

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