SchuleWie der Mini-Abiturjahrgang in Bayern abgeschnitten hat

Der aktuelle Abi-Jahrgang an Bayerns Gymnasien ist ein besonderer – und besonders klein. Nur 5900 junge Menschen haben wegen des Wechsels von G8 auf G9 Prüfungen abgelegt.
Der aktuelle Abi-Jahrgang an Bayerns Gymnasien ist ein besonderer – und besonders klein. Nur 5900 junge Menschen haben wegen des Wechsels von G8 auf G9 Prüfungen abgelegt. Armin Weigel/dpa

Wegen des Umstiegs vom acht- aufs neunjährige Gymnasium absolvierten in diesem Jahr nur 5900 Schülerinnen und Schüler das Abitur. Nun ist ihr Schnitt bekannt.

Die Absolventen des diesjährigen Abiturjahrgangs der bayerischen Gymnasien haben ihre Abschlussprüfungen im Schnitt mit der Note 2,35 abgelegt. Im Vorjahr habe der Durchschnitt bei 2,25 gelegen, wie das Kultusministerium auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mitteilte. Allerdings lassen sich die Werte nicht einfach so vergleichen – der diesjährige Abi-Jahrgang war nämlich ein ganz besonderer.

Der Grund: Wegen der Umstellung vom achtjährigen aufs neunjährige Gymnasium (G8/G9) waren heuer nur rund 5900 Kandidatinnen und Kandidaten zu den Prüfungen angetreten. Auch die Zusammensetzung war anders als sonst, waren die Prüflinge doch in erster Linie Schülerinnen und Schüler, die im vergangenen Jahr nicht bestanden oder die sogenannte Mittelstufe plus beziehungsweise eine Einführungsklasse besucht hatten. Eine kleine Gruppe legte auch ihr Abitur vorzeitig ab.

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In den kommenden zehn Jahren werden dann wieder zwischen 32 000 und 38 000 Abiturienten pro Jahr erwartet. 2024 machten an öffentlichen und staatlich anerkannten Gymnasien, Abendgymnasien und Kollegs rund 34 000 junge Menschen ihren Abschluss. Die Prüfungen an den Fach- und Berufsoberschulen waren von der Umstellung auf G9 übrigens nicht betroffen und liefen auch heuer ganz normal ab.

In Bayern bleibt der Anteil an jungen Menschen, die das Abitur machen, auch auf längere Sicht recht konstant. Der Anteil der Absolventinnen und Absolventen mit allgemeiner oder fachgebundener Hochschulreife an der gleichaltrigen Wohnbevölkerung betrug im Abschlussjahr 2015 bayernweit 31,6 Prozent. Im Abschlussjahr 2023 (jüngere Daten liegen noch nicht vor) waren es 31,1 Prozent, wie das Kultusministerium mitteilte.

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