Die Sperrung der Autobahn 8 am Chiemsee wegen eines Waldbrandes ist aufgehoben worden. Wie die Polizei mitteilte, staute sich der Verkehr aber noch immer auf einigen Kilometern. Dutzende Feuerwehrleute und Hubschrauber waren im Einsatz, um mehrere Tausend Quadratmeter Wald- und Moorfläche nahe der Gemeinde Übersee zu löschen. Die angrenzende A8 war wegen des vielen Rauchs gesperrt worden.
Das Feuer in einem Waldstück im Landkreis Traunstein war kurz vor Mitternacht am Sonntag gemeldet worden. Seitdem waren rund 200 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst, Bergwacht und THW im Einsatz, um die Flammen zu löschen. Ein Feuerwehrmann erlitt den Angaben zufolge leichte Verletzungen. Laut der Feuerwehr standen 5,5 Hektar Wald und Moor in Flammen, das entspricht einer Fläche von knapp acht Fußballfeldern.

In den vergangenen Stunden gab es in Bayern noch weitere Waldbrände. Bei Regenstauf (Landkreis Regensburg) hat ein Traktor bei Feldarbeiten Feuer gefangen und dadurch eine größere Waldfläche in Brand gesetzt. Beim Aufnehmen eines Heuballens sei die Maschine am Sonntag plötzlich in Brand geraten, sagte ein Polizeisprecher. Die Ursache dafür ist noch unklar. Die Flammen griffen auf einen angrenzenden Wald über. Zahlreiche Feuerwehrleute löschten den Brand. Am Morgen loderten noch immer mehrere Glutnester. Auch diese sollen im Laufe des Vormittags gelöscht werden. Die Polizei ermittelt.
In Feucht (Landkreis Nürnberger Land) musste zudem ein Freibad evakuiert werden, nachdem eine benachbarte Wiese Feuer gefangen hatte. 5000 Badegäste mussten das Freibad am Sonntag wegen starker Rauchentwicklung verlassen, wie die Polizei mitteilte. Zwei Mädchen wurden durch die Rauchbelastung verletzt. Das Feuer weitete sich zudem auf eine Tennishalle aus. Der Schaden an der Halle wurde auf mehrere Zehntausend Euro geschätzt. Die Polizei ermittelt derzeit zur Brandursache.
Bereits am Samstag waren Feuerwehrleute in der Oberpfalz gefordert, als im Landkreis Schwandorf ein Wald auf 8000 Quadratmetern in Pfreimd sowie ein Wald bei Stulln auf 7000 Quadratmetern brannten. Am Sonntag brach zudem im Manteler Forst (Landkreis Neustadt an der Waldnaab) auf 25 000 Quadratmetern ein Feuer aus.
Wegen der anhaltenden Trockenheit hatte am Wochenende für viele Gebiete im Freistaat die Warnstufe vier von fünf des Waldbrand-Gefahrenindexes gegolten. In einigen Regionen war sogar die höchste Warnstufe „sehr hohe Gefahr“ ausgerufen worden.
Während am Wochenbeginn noch vor allem für den Süden und Westen des Freistaates eine mittlere bis hohe Gefahr von Waldbränden besteht, sinkt der Gefahrenindex in den kommenden Tagen weiter. Am Dienstag, Mittwoch und Donnerstag gilt dann sogar für weite Teile des Landes die niedrigste Gefahrenstufe.


