Bus und Bahn:Nach dem Ende des Neun-Euro-Tickets wird der ÖPNV in Bayern teurer

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Bus und Bahn: Eine U-Bahn in Nürnberg: Nicht nur in der fränkischen Großstadt steigen die Preise für den ÖPNV nach dem Ende des Neun-Euro-Tickets an.

Eine U-Bahn in Nürnberg: Nicht nur in der fränkischen Großstadt steigen die Preise für den ÖPNV nach dem Ende des Neun-Euro-Tickets an.

(Foto: Daniel Karmann/dpa)

In Nürnberg und Würzburg sind die Preissteigerungen schon beschlossen, in anderen Städten stehen die Tarifentscheidungen noch aus. Womit Bus- und Bahnfahrer von September an rechnen müssen.

Nach der dreimonatigen Neun-Euro-Aktion in Bussen und Bahnen müssen sich die Fahrgäste auch in Bayern von September an wieder auf normale Tarife einstellen - und vielerorts wohl auch auf Preiserhöhungen. Das ergab eine Umfrage der Deutschen Presse-Agentur unter großen Verkehrsverbünden im Freistaat. Teils sind schon deutliche Tarifsteigerungen beschlossen, andernorts stehen die entsprechenden Gremiensitzungen noch an.

So steigen etwa im Großraum Nürnberg die Preise um drei Prozent, im Würzburger Verkehrsverbund wurden bereits zum 1. August die Ticketpreise um 2,9 Prozent angehoben. Im Geltungsbereich des Münchner Verkehrsverbundes (MVV) stehe die Entscheidung nach Angaben einer Sprecherin noch aus. Man kehre "im September zu den ,alten' Preisen, die vor der Einführung des Neun-Euro-Tickets galten, zurück", sagte sie. Die Entscheidung über eine Preisanpassung werde erst in der Herbst-Gesellschafterversammlung des MVV Mitte September getroffen.

Vom Verkehrsverbund Mainfranken (VVM) hieß es, dass die seit Monatsanfang hinterlegte Preiserhöhung erst zum 1. September für die Kunden "spürbar" werde, wenn das Neun-Euro-Ticket nicht mehr gelte. Eine weitere Anpassung ist für 2022 nicht geplant. Generell orientiere sich die Tariferhöhung nach der Empfehlung des Verbandes Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV). Dieser berechne sie nach verschiedenen Preisindizes des Statistischen Bundesamtes. Im VDV sind mehr als 630 Unternehmen des öffentlichen Personenverkehrs (ÖPV) und des Schienengüterverkehrs (SGV) aus dem Bundesgebiet organisiert.

Mit den Erhöhungen liegen die bayerischen Verbünde also im bundesweiten Schnitt. So steigen etwa in und um Stuttgart die Tarife zum Jahreswechsel durchschnittlich um 4,9 Prozent, im Rhein-Main-Verkehrsverbund gab es schon zum Juli einen Aufschlag von 3,9 Prozent. Das Neun-Euro-Ticket können Fahrgäste letztmalig im August bundesweit im Nahverkehr nutzen. Dann endet die vom Bund finanzierte Aktion nach drei Monaten.

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