
USA:Bloß weg hier
Lange galt, dass viele Amerikaner ihr Land nie verlassen würden. Jetzt gibt es Agenturen, die ihnen helfen, nach Europa auszuwandern.

Lange galt, dass viele Amerikaner ihr Land nie verlassen würden. Jetzt gibt es Agenturen, die ihnen helfen, nach Europa auszuwandern.

Sicherheit geht in Amerika immer vor. Nur der Gesundheitsminister greift mit bloßen Händen nach ekligem Gekreuche und liefert unschöne Bilder für den Zustand der Politik.
Björn Höcke hat im Augenblick keine Aussicht, über zwei bestimmte Schwellen zu kommen. Wenn man diese Chance ins Große verwandelt, wird alles gut.

Stephen Colbert ist weg, der Triumphbogen in Washington ist genehmigt: In Amerika sind die Kulturkämpfe an ihr Ende gekommen. Der Gewinner heißt bis auf Weiteres Donald Trump.

Er würde seinen Kindern davon abraten, ihre Ausbildung in den USA zu absolvieren, sagte der Kanzler kürzlich. Aber ist eine Ausbildung in Halle-Wittenberg, wo bald der Geist Ulrich Siegmunds wehen soll, wirklich so viel besser?

In den USA laufen die Menschen nicht mit Götterdämmerungsgesicht herum, trotz der finsteren Gestalten im Weißen Haus. Ist der Optimismus nervig? Nein, richtig nett.

Schwer vorstellbar, dass sich Amerikaner länger mit einem Wal vor ihrer Küste beschäftigen würden. In Deutschland dagegen wird das Ganze zum nationalen Schicksalsthema. Warum?

In Washington veralbern Kunstaktivisten den Präsidenten, indem sie ein goldenes Klo aufstellen. Wird der US-Pavillon bei der Biennale in Venedig ähnlich geschmackvoll? Die Auswahl der Verantwortlichen lässt einiges befürchten.

Trinken wie Churchill und rauchen wie Schmidt – heute undenkbar. Nicht nur in den USA wird jetzt mit Klimmzügen und Laufschuhen Politik gemacht. Was will der neue Sportkult der Mächtigen sagen?

Vom Sanddollar, einem Tier, das manchmal am Strand herumliegt, könnten die USA viel lernen. Leider findet man meist nur die Skelette.

Trumps Katastrophenpolitik lässt inzwischen sogar gläubige Jünger eidechsenartig erstarren. Wer kann, nimmt Abstand – und fährt zum Beispiel nach South of the Border, wo Amerika klischeelustig auf Mexiko macht.

Mitten in die legendäre Sichtachse der National Mall in Washington, D.C., will Donald Trump seinen gigantomanischen Triumphbogen hineinstellen lassen. Ein lausiger Feldherr, zum eigenen Ruhm. Von dem verzweifelten Versuch, ewig zu leben.

Donald Trump beschimpft den Sänger Bruce Springsteen als „Dörrpflaume“. Anderswo gehen Eier zu Bruch. Über den aktuellen Knacks mancher Männer.

Kein Wechselgeld im Supermarkt? Daran ist natürlich Donald Trump schuld. Im US-amerikanischen Alltag zeigt sich die Wut auf den Präsidenten an unerwarteten Stellen – und in der Comedy.

Der US-Präsident wurde für seinen Iran-Krieg von Jesus Christus gesalbt und reißt nun vor Japans Premierministerin Witze über Pearl Harbor: Seit Trump regiert, gilt das Anormale als normative Größe – und die Welt macht mit.

Intellektuelle, die mit Nazi- und Hitler-Vergleichen Ärger bekommen, sind nicht zwingend Helden der Meinungsfreiheit. Sie sollten lieber den eigenen Hang zum Krawall bekämpfen.

Eine Künstlergruppe stellt eine Skulptur vors Kapitol, die Trump und Epstein in „Titanic“-Pose zeigt. Ein wunderbares Ärgernis aus falschem Gold.

Kritik am Ballsaal-Bau im Weißen Haus? Eine Schande, dass so viele Menschen Schönheit nicht erkennen könnten, sagt dazu Trumps Sprecherin Karoline Leavitt. Die Episode erzählt eine Menge über das Land, seine wahren Probleme und seine Regierung.