
Kunst:Leiden mit großem Stolz
Die Londoner Tate Modern rekonstruiert, wie aus der lokalen mexikanischen Malerin Frida Kahlo eine globale Ikone wurde. Und kann nicht anders, als die Ikonisierung weiter zu befördern.

Die Londoner Tate Modern rekonstruiert, wie aus der lokalen mexikanischen Malerin Frida Kahlo eine globale Ikone wurde. Und kann nicht anders, als die Ikonisierung weiter zu befördern.

Ein Zoo in Florida behandelt kranke Tiere neuerdings mit Nadelstichen, unter anderen: einen Manati, der nicht mehr blinzeln kann, und eine humpelnde Pfeifgans. Wirkt die Methode also doch?

Nigel Farage war eine Witzfigur, dann Wortführer der britischen Rechten – und zuletzt schien er unaufhaltsam zu sein. Doch jetzt steht er im Duell mit einem echten Komiker.

Ein Unterseekabel soll grünen Strom zwischen Großbritannien und Irland transportieren. Blöderweise mitten durch das fiktive Grab von Dobby, dem Hauselfen. Seine Fans wussten das zu verhindern.

Effektspektakel und großes Königsdrama: Die Royal Shakespeare Company bringt mit „The Mad King“, ein Theater-Prequel der „Game of Thrones“-Serie in Stratford-upon-Avon auf die Bühne.

Lassen sich antike Dramen mit aktuellen Umweltdebatten verbinden? In Mülheim wagt Regisseur Philipp Preuss den Versuch mit „Circus Oresteia“, einem Stück von Thomas Köck.

Der 4. Juli? Das ist Hot Dogs, Baseball, Paraden, Bier. Feuerwerk und Hoffnung für die Zukunft. Diesmal nicht: Warum niemand, den ich kenne, den 250. Geburtstag der USA feiern wird.

Bald wird der Teppich von Bayeux nach gut 950 Jahren wieder in England zu sehen sein, auf der Website des British Museum hängen die Ticketkäufer neun Stunden in der Warteschleife. Reichlich Zeit, um über kriegerische Geschichte nachzudenken.

Prinz Harry fliegt demnächst nach Großbritannien. Zunächst hieß es, er bringe Meghan und die Kinder mit, zum ersten Mal seit vier Jahren könnten sie ihren Großvater sehen. Doch nun gibt es mal wieder Streitigkeiten.

Als erster britischer Monarch überhaupt hat König Charles seine Steuererklärung öffentlich gemacht. Was drinsteht – und was im Dunkeln bleibt.

Die europäische Biennale Manifesta macht dieses Jahr im Ruhrgebiet halt. Sie bespielt zwölf mehr oder weniger verwaiste Kirchen. Wird ihr gelingen, was die Religion nicht mehr vermag: die Menschen zusammenzubringen?

Eigentlich wollte unser Autor mit seiner Familie für immer in England bleiben. Zwei Jahre nach dem Brexit-Referendum verließen sie das Land. Neu entfachte Erinnerungen an einen schmerzhaften Morgen in London.

Seit Jahrhunderten wird in Eton die Upperclass ausgebildet, nun auch bald der voraussichtlich übernächste König. Die Schule gilt als Kaderschmiede der Privilegierten – Kritiker sagen: als Ursache all dessen, was in der Gesellschaft falsch läuft.

Eine Messerattacke, Unruhen mit Vorlauf, lachende Profiteure: Großbritanniens extreme Rechte und ihre Geldgeber haben Nordirland als idealen Schauplatz entdeckt. Über die Geister des Empire – und die Hoffnung, die trotzdem nicht stirbt.

Zwei Abende auf der Phil.Cologne gehen potenziell gefährlichen Gedankengebäuden auf den Grund – der Ideologie Chinas unter Xi Jinping und der Ideologie des Silicon Valley unter Peter Thiel.

David Hockney war für sein Heimatland mehr als ein hochverehrter Künstler. Seine besondere Ausstrahlung wurzelte in der Art, wie er Bodenständigkeit, Glamour, Grenzüberschreitung und technische Perfektion miteinander verband. Nun ist er im Alter von 88 Jahren gestorben.

Eine Schau im Kloster Dalheim beschäftigt sich mit der Macht von Ver- und Geboten – vom christlichen Sündenkatalog bis hin zur berüchtigten EU-Norm zur Krümmung von Gurken.

Das hätte Samuel Beckett gefallen: Conor Lovett und Stephen Dillane durchkriechen seinen Text „How it is“ über den Wahnsinn menschlicher Existenz – in einem venezianischen Palazzo.