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Zukunft von Mercedes:Auch Mercedes vertraut auf modulare Architekturen

Abgesehen von Sonderfällen wie dem AMG GT/S oder der G-Klasse lassen sich die meisten neuen Mercedes-Modelle vier modular aufgebauten Architekturen zuordnen. Sie heißen MFA (Fronttriebler), MRA (Hecktriebler), MHA (Geländewagen) und MSA (Sportwagen). Die von drei verschiedenen Managern geführten Geschäftsfelder sind in einem weltweiten Produktionsverbund organisiert und werden von der modularen Powertrain-Architektur (MPA) mit Motoren und Getrieben versorgt.

Als wichtigster Wachstumstreiber gilt die zweite Auflage der A-/B-Klasse (MFA2), mit der Mercedes auf den Ausbau der BMW Einser/Zweier-Reihe und auf das Audi-Duo A3/TT reagiert. Den Anfang machen 2018 der A-Klasse-Nachfolger und eine viertürige Stufenhecklimousine. Für 2019 ist nicht nur ein A-Klasse Coupé fix eingeplant, sondern auch die zweite Generation des CLA samt Shooting Brake sowie die nächste B-Klasse. Völlig neu und absolut spektakulär ist der GLG, ein auf Wunsch siebensitziger Crossover mit langem Radstand, dessen Design sich am legendären G-Modell orientiert.

Variantenvielfalt auf A-Klasse-Basis

Die Neuauflage des GLA (2020) dürfte deutlich höher und geräumiger ausfallen, was Platz schaffen würde für ein GLA Coupé als Gegenstück zu BMW X2 und Audi TTQ. Noch nicht entschieden, aber in Diskussion sind darüberhinaus eine zweitürige A-Klasse Shooting Brake mit steiler Heckklappe und ein kompakter SLA Roadster mit vollkommen eigenständigem Design und knapp sitzender Stoffkapuze.

Die Variantenvielfalt von MFA2 basiert auf einer hochflexiblen neuen Matrix, die unterschiedliche Radstände und Spurweiten ermöglicht, zwei verschiedene Hinterachs-Lösungen vorsieht, alternative Antriebslösungen berücksichtigt (Hybrid, E-Motor, Gas, Brennstoffzelle) und erstmals ein neues Interieurkonzept mit Touchscreen-Bedienung umsetzt. Motorisch liegt der Schwerpunkt weiterhin beim Vierzylinder, getriebetechnisch ist ein Doppelkupplungsräderwerk mit neun statt sieben Fahrstufen in Vorbereitung. Kooperationspartner Infiniti plant zwei MFA2-Derivate, den Q30-Nachfolger und einen Q30-Crossover mit langem Radstand.

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